Terminal Choice .[ Muk, Giessen 20.02.2007 ]
 

Auf ihrer New Born Enemies Tour machten Terminal Choice auch Halt im Gießener MUK. Zunächst eine Location, die für Verwunderung sorgte, platzte doch der Hangar auf dem letztjährigen Mera Luna schon aus allen Nähten. Doch der erwartete Zuschaueransturm blieb aus, stattdessen versammelte sich eine übersichtliche Menschentraube vor dem MUK und wartete auf den Einlass. Ob es an Karneval, dem Wochentag oder der Kälte lag, bleibt dabei eine ungelöste Frage. Dennoch öffneten sich fast pünktlich die Tore und rettete die Fans vor dem nahenden Erfrierungstod.

 

Vor der Bühne versammelt erwarteten schon alle die Supportband „Eminence of Darkness“, die im Vorfeld angekündigt wurde. Ungeduldig scharrend wurde man langsam unruhig, als nach einer Stunde nach Einlass auf der Bühne immer noch gähnende Leere herrschte. Doch dann kämpften sich Louis, Gordon und Jens auf die Bühne und die ersten Töne von „Call Me“ donnerten aus den Boxen. Als Chris dann ebenfalls noch den Weg auf die Giessener Stage fand, verwandelten sich die wartende Fans in eine kochende Menge und feierte Terminal Choice, wie sie es verdient hatten. So war die fehlende Supportband ganz schnell aus den Köpfen verschwunden, denn jetzt hatte man ja das, worauf man so lange gewartet hatte. Es herrschte eine schön familiäre Atmosphäre und so gab es ein direktes Feedback zu jeden Song und animierte die Band zu dem ein oder anderen Scherz. Auf die Songs „Like this“ und „Animal“ folgte die erste Singleauskopplung „Don’t go“ und rockte selbst den letzten noch unaufgetauten Fan.

 

Louis gab alles und Gordon unterstützte ihn, genau wie Chris mit seinen Growleinlagen bis die Menge kochte. Arme wurden hochgerissen, es wurde gehüpft und alle Songs von Anfang bis Ende mitgesungen. Im Background wurde unterstützend zur Show ein Video projiziert, auf denen man die zugehörigen Musikvideos und Szenen aus dem Bandleben verfolgen könnte. Immer wieder wurden Songwünsche der Bühne entgegengerufen, worüber sich Chris und Louis köstlich amüsierten. Es folgte ein Kracher auf den anderen und Chris fesselte mit seinen roten Kontaktlinsen und aussagekräftigen Blicken seine Fans. Es fühlte sich an wie eine große Party unter Freunden mit richtig geiler Musik. Neben neuen Songs wie „Sickness“, „Golden Days“ und „Little 17“ gepaart mit einer kleinen Anspielung von Chris‘ Seite mit viel Augenzwinkern auf die „kleinen Mädchen unter uns“, spielten Terminal Choice auch älteres, nicht minder Gutes Material wie „Collective Suicide“ oder „Injustice“. Chris kündigte nach ca. anderthalb Stunden den letzten Song „Devil Daddy“ an und bat uns darum, so zu tun, als ob sie die Bühne verlassen würden, denn selbst wollte sich Chris die Kletterei in den Backstagebereich nicht öfter als nötig antun. Das Publikum spielte das kleine Rollenspiel belustigt mit und Jens trat ans Mikro, um die Fans noch einmal so richtig anzuheizen, was jedoch in Anbetracht dessen, dass die anderen Jungs sich im Hintergrund „unischtbar“ zu machen versuchten nicht ganz so glückte. Lacher hatte er jedoch einige auf seiner Seite und der Stimmung tat es keinen Abbruch. Nach einer Zigarette und einigen Schlucken aus der Wasserflasche kehrte der gutgelaunte Chris mit „Pull the trigger“, „Armageddon“ und „Crack up“ zurück ans Mikro.

 

Doch das Publikum forderte immer wieder „Menschenbrecher“ und „Schwarzer Mann“ ein, so dass man sich noch auf zwei weitere Zugaben einließ, nachdem das „Du siehst mich nicht“-Rollenspiel in die zweite Runde ging und Jens sich wieder einmal als Moderator und Stimmungsmacher bewies. Doch die Wünsche blieben unerfüllt und so wurden die finalen Songs „She’s the devil“ und „Rockstar“ gespielt, ehe die Band nach über zwei Stunden Show nun wirklich die Bühne verließ. Nach dieser grandiosen Show mit reichlich guter Laune ließ es sich Chris natürlich nicht nehmen, persönlich alle möglichen privaten Gegenstände und Poster zu signieren und für Fotos mit Fans bereitzustehen. Auch der Rest der Band mischte sich bei diesem Spektakel amüsiert ein und griff zum Stift. Das MUK verließ an diesem Abend jedenfalls eine kleine, aber glückliche Traube an Terminal Choice Fans und eine Band, die es geschafft hatte, alle ausnahmslos bis aufs letzte Haar zu rocken. Danke für diesen unvergesslichen Abend, der eine Supportband auch völlig überflüssig machte!

A
Text: Maike Kowalle
Bilder: Sandro Griesbach
Interview: vom 19.10.06 hier... [ face to face ]

Terminal Choice: Galerie III

Galerie III
Galerie III


Die Setlist:
01. Call me
02. Like this
03. Animal
04. Don`t go
05. Sickness
06. Injustice
07. Little 17
08. Golden Days
09. I want 2 know
10. It doesn`t matter
11. Collective Suicide
12. Deaht fuck
13. Devil Daddy
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14. Pull the trigger
15. Armageddon
16. Crack up
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17. She`s the devil
18. Rockstar