Label:
 
Beton Kopf Media
 
 
Discographie:
 
Schädling CD [2008]
Body Census CD [2007]
Cannibal Anthem CD [2006]
Evoke CD [2005]
Bone Peeler 2CD [2004]
Wreath Of Barbs CD [2001]
Boesses Junges Fleisch CD [1999]
Embryodead CD [1997]
Bunkertor 7 CD [1995]
Music For A Slaughtering Tribe CD [1993]
 
 
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Wumpscut --schädling- --- [Vö: 20.03.2008]
 

Wer hätte gedacht, das in diesem Jahr ein neues :Wumpscut: Album im Monat März erwacht? Sicher alle vorausschauenden Fans, die sich schon einige Jahre mit dem Künstler befassen!

Nun ja, ein Massenprodukt ist ein :W: Release nie gewesen und wird es wohl auch nie werden und dass ist auch gut so. Rudi Ratzinger distanziert sich nach wie vor weit von allen gängigen Trends und darf somit zurecht als besonders verschrobener Ausnahmekünstler bezeichnet werden. Ob sein neuestes Werk „Schädling“ nun wirklich das wichtigste respektive bahnbrechendste Album des Jahres 2008 sein wird, kann hier an dieser Stelle nur ansatzweise erörtert werden.

Das neu erschaffene Werk trägt den Titel :SCHÄDLING: und wird wieder in verschiedenen interessanten streng limitierten Varianten veröffentlicht, was bisweilen einen großen Unterschied zwischen den Arbeiten von Herr Ratzinger zu einigen Genrekollegen ausmachte, wird heutzutage ja immer öfter so gehandhabt. Allerdings wurde hier erneut kein massenkompatibles und rein clubtaugliches Album hingeschmettert, sondern vielmehr ein Stück erlesener Kunst für einige Wenige. Herr Ratzinger versucht in gewohnter Art und Weise die Zuhörer eher zum Nachdenken zu animieren, statt zum Tanzen. Auch wenn es mit dem Album „Schädling“ wieder ein Stück weiter Back to the Roots geht und praktisch gänzlich auf weibliche Unterstützung verzichtet wird, mal abgesehen von „Nest“, wo uns eine weibliche Stimme die Verteidigung christlicher Werte als schönste Aufgabe offenbart.

Der Opener des Album „Rusty Nails From Hell“ ist ein durchaus tanzbarer Song und dürfte sich als clubtauglich erweisen. Mit dem anschließenden Stück „Schäbiger Lump“ möchte uns Rudi inhaltlich ein Stück in die Zeit vor unserer Zeit Einblick gewähren, was diesen Song gleichermaßen interessant und spannend macht. Auf alle Fälle offenbart uns das Genie wieder ein Stück Geschichte auf seine Art und Weise. Ein richtig fetter Song ist das bedrohliche „Roast in Hell“, ach nee heißt ja „Foretold“, ist aber trotzdem fett und der fließende Übergang in das eher geschmeidige Instrumentalstück „Break The Seal“ ist recht gefällig.

Rifki ?? toller Song , leicht verwirrende Beats und ein Titel, der was bitte schön bedeutet? Diese Frage wird der Meister in unserem Mailer Interview möglicherweise beantworten. Als nächstes folgt mit „Enemy“ ein richtig schön, düster und dumpf wummernder Bunkersong. Dessen Idealvoraussetzungen einen in Nebel und weißes Licht getauchten Raum, sowie einen in der Frequenz tief wummernden Basslautsprecher bei maximaler Auslastung bilden würden!

Instrumental die 2te lockt mit „Hard To Bear ganz frei und unbeschwert. Es folgen „Spuuk“(Now Is Over), welches ganz in Ordnung ist, aber nicht zu meinen Favoriten zählt und das schaurig schöne „Moloch“, bevor den Hörer bei „Voodoo Void“ zunächst der Folterkeller von Jig Saw in Erinnerung gerufen wird um sich dann beim Tee im Beduinendorf wiederzufinden. Interessante Mischung aus Electro-orientalischen Klängen

Als Fazit bleibt mir nur die Aussage, dass es aus meiner Sicht immer wieder spannend ist ein Wumpscut Album zu erleben oder zu empfangen. Meiner Auffassung nach ist es wieder ein Stück härter ausgefallen, voller neuer Ideen und individuell wie immer.

Rezi: Oliver Loscher

 
Tracklist:
01. Rusty nails from Hell
02. Schäbiger Lump
03. Oh how it Feels
04. Foretold
05. Break the Seal
06. Rifki
07. Enemy
08. Hard to Bear
09. Spuuk (now is over)
10. Moloch
11. Voodoo Void
12. Nest