Label:
 
Jive Records
 
 
Discographie:
 
Three Days Grace CD [2003]
 
 
Website Band
myspace
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Three Days Grace - -one x- --- [Vö: 20.03.2008]
 

Fünf lange Jahre nach der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debüts lassen die Kanadier Three Days Grace nun den, in den USA bereits 2006 erschienenen, Nachfolger „One-X“ auf die Gemeinschaft ihrer Fans und die, die es noch werden wollen, los. Wie bereits auf dem Vorgänger wissen Adam Gontier und seine Mannen auch auf dem neuen Werk mit ihrer Mischung aus Rock, Grunge und Alternative zu überzeugen, die durch den rohen und druckvollen Sound des Albums wirklich jeden Kopf zum Wackeln bringt.

Auf den zwölf neuen Kompositionen nimmt Gontier den Hörer mit auf eine Reise in seine Gefühlswelt. Wer nun erwartet, in ein aus Glückseeligkeit bestehendes Reich einzutauchen, wird recht bald eines Besseren belehrt werden und sich in einer Achterbahn aus Gefühlen wie Einsamkeit, Selbstzerstörung, aber auch ein wenig Hoffnung wiederfinden. Dabei verarbeitet der Sänger in seinen Texten hauptsächlich das Leben on tour mit all seinen Schattenseiten und Enttäuschungen.

Davon sollte man sich aber dennoch nicht vom Genuss des Albums abschrecken lassen!!! Bereits der Opener „It’s All Over“ besticht durch seine treibenden Riffs, eingängige Melodien sowie den mehrstimmigen Gesang und eröffnet damit ein gewaltiges, zwölfteiliges Ohrwurmfeuerwerk. Beim besten Willen ist es recht schwer, eine Ballade auf diesem Werk zu finden, da die Jungs das Tempo, wenn überhaupt, wie in „Never Too Late“ lediglich für einzelne Songpassagen drosseln, dies aber nie über die Dauer eines kompletten Stückes durchhalten. Umso mehr erstaunen die Streicher in den Strophen von „Over And Over“, welche dem Song Atmosphäre verleihen und einen interessanten Kontrast zu dem überaus gitarrenlastigen Refrain bilden.

Wenn das Album „im Grunde am Lagerfeuer mit akustischen Gitarren geschrieben“ wurde, wie Bassist Brad Walst auf der Bandhomepage behauptet, drängt sich einem zwangsweise die Frage auf, wie Lagerfeueridylle a la Three Days Grace aussehen mag. Songs wie das aggressive „Riot“ lassen jedenfalls darauf schließen, dass es bei den bandinternen Grillabenden nicht allzu romantisch zugeht. Wer bei diesem Album jedenfalls nicht ordentlich mosht, ist selber Schuld!!!

Rezi: Kerstin Tschöpe

M
Tracklist:
M
01. It’s All Over
02. Pain
03. Animal I Have Become
04. Never Too Late
05. On My Own
06. Riot
07. Get Out Alive
08. Let It Die
09. Over And Over
10. Time Of Dying
11. Gone Forever12. One-X