M
Label:
 
Out of Line
 
 
Discographie:
 
Reloaded 2CD [2003]
Menschenbrecher CD [2003]
Buried a_live CD [2003]
Collective Suicide EP [2002]
Ominous Future CD [2000]
Black Past CD [1999]
Venus CD [1999]
Navigator CD [1998]
Khaosgott EP [1997]
In the shadow of death CD [1997]
 
 
Website Band
Terminal Choice- -new born enemies- --- [Vö: 28.07.2006]
M
Mag Herr Pohls Hauptbetätigungsfeld BLUTENGEL mir gelinde gesagt an der Hörmuschel vorbeigehen, so besitze ich doch eine gepflegte Vorliebe für seinen Nebenkriegsschauplatz TERMINAL CHOICE, und das Diskographie-überspannend von den elektronischen Anfangstagen bis hin zur aktuellen Metal Phase. Denn Metal ist mit tödlicher Sicherheit die Hauptschublade für TCs neuestes Werk, mögen sich auch viele alte Fans nun endgültig abwenden. Dass war schon beim M’era Luna zu beobachten, wo die Truppe den Hangar mit fast ausschließlich neuen Titeln doch einigermaßen leerte. Dabei besitzt der „Menschenbrecher“-Nachfolger wieder sehr ordentliche Qualitäten! Dieses Mal übrigens komplett auf englisch intoniert, was Sinn macht, da die Scheibe durchaus internationales Format besitzt.

Es beginnt mit einer typisch pathetisch-selbstironischen (?!) Begrüßungsrede, bevor „Golden Day“ noch nicht auf allerhöchstem Niveau losbrettert. An die schlechte englische Phrasierung hat man sich ja mittlerweile gewöhnt, ist quasi ein Pohlsches Markenzeichen, aber der Song wirkt ein wenig einfach gestrickt, zu gewollt wird immer wieder der Refrain wiederholt. Dann folgt die Single, auf Nummer Sicher gewählt, denn mit einer 80er Cover Version (siehe MANSON) macht man selten etwas verkehrt. „Don’t go“ kann man sich dann auch gut geben, aber spektakulär ist dieser Titel nicht gerade ausgefallen. Danach wird es fetter und die Vorbilder werden mehr als deutlich. LINKIN PARK, ROB ZOMBIE und eben MARYLIN M., das ergibt wohlschmeckenden Industrial Groove Metal, immer wieder mit netter Electronica unterfüttert, da kennen sich die Herren gut aus. Die Tracks 7 bis 9 können mich dabei in besonderem Maße überzeugen. „Nothing“, als ruhiges Stück mit Pianoklängen und dezenten Electro Moves angelegt, hätte sich auch auf der „Hybrid Theory“ gut gemacht. „Like this“ und insbesondere „Devil Daddy“ (allein schon der Name!) atmen geradezu den ZOMBIE-Style, Samples, Stakkato Riffs und sogar die Vocals klingen ähnlich. Wobei hier sehr geschickt abgekupfert und über die gesamte Laufzeit hin gesehen doch etwas Eigenständiges erschaffen wird. Dennoch geht der Scheibe gegen Ende hin ein wenig die Puste aus. Interessanterweise fehlt auf der Sales Version genau der Song, den ich als belanglos einschätzen wollte („I want 2 know“), kann mein Geschmack doch nicht so verkehrt sein...

lso auf gar keinen Fall eine Enttäuschung aus dem Hause TERMINAL CHOICE, nach 3 jähriger Pause zeigt man sich frisch und gitarrenlastig wie nie. Wer den Vorgänger mochte, kann hier nichts verkehrt machen und selbst „moderne“ Metal Fans dürfen „New Born Enemies“ mal eine Chance geben, die Entdeckung lohnt. Wie bei Out Of Line üblich gibt es auch noch eine deutlich teurere Variante mit Bonusscheibe, auf der sich Videos und Remixe von u.a. LLUTHER und LIMBOGOTT befinden, 2 der angesagtesten Kapellen weit und breit.

Rezi: Karsten Thurau

M
Tracklist:
M
01. Introduction
02. Golden day
03. Don`t go
04. Call me
05. Little seventeen
06. Enemy 1
07. Nothing
08. Like this
09. Devil daddy
10. Crack up 1/2
11. The sickness
12. Enemy 2
13. Rockstar
14. Wrong Buisness