iUmbra et Imago & Cultus Ferox [18. März 2004 Frankfurt(M) Batschkapp]
Der Frankfurter Batschkapp wurde am 18. März 2004 eine ganz besondere Aufmerksamkeit seitens der Presse geschenkt. Bei Konzerten von Bands der Elektro bzw. Gothic Szene trifft man eher selten so zahlreiche Journalisten an, wie an diesem Abend. Der Grund liegt nahe, führte doch eine seit Jahren wegen ihrer Offenheit was Erotik oder auch Politik betrifft, recht umstrittene Band dieser Szene nämlich Umbra et Imago ihre nicht immer ganz jugendfreie Show auf. Den Abend eröffnete allerdings eine ebenfalls sehr auffällige und interessante Band, welche das Publikum ab 21 Uhr in die Zeit der Könige und Fürsten versetzte! Cultus Ferox steht für 6 Spielleute, die zwar erst seit dem Jahre 2002 gemeinsam musizieren, allerdings schon länger im Geschäft sind. In edelster Aufmachung, dem Rahmen der Musik angepasster Kleidung betrat der Heilige Sankt Brandanarius und seine Spielleute die Bühne und spielten mit ihren Dudelsäcken, Schalmeien, Schlagwerken oder Hörnern ihre harte sehr rhythmische Musik. Neben der eindrucksvollen Klanggewalt die C. F. in den Saal wuchteten wussten auch die 2 attraktiven Tänzerinnen einen zusätzlichen reizvollen Aspekt darzustellen. Tolle Stimmung unter den etwa 400 Gästen, von der ersten bis zu letzten Minute bei dieser schönen und  beeindruckenden Show!

Die Umbauphase dauerte aufgrund des doch recht aufwendigen Bühnenaufbaus, der in seiner Form natürlich an das aktuelle Album „Memento Mori“ erinnern sollte, knapp 30 Minuten. Dann betrat Mozart mit seiner Band die Bühne und setzte seinen Laserpointer wie gewohnt ein, um die Nebelschwaden zu teilen. Die Präsentation wurde diesmal durch 2 weitere Girls ergänzt, was diesem Teil der Show zwar einen zusätzlichen erotischen Hauch verlieh, jedoch in dieser Form vielleicht schon fast zuviel des Guten war. Das musikalische Programm führte neben den stark präsentierten neuen Stücken wie „sweet gwendoline“ oder „memento mori“ auch durch Klassiker wie „mea culpa“, welches von Lutz und Überraschungsgast Felix (Crematory) sehr genial gegrunzt wurde. Währenddessen hatte Mozart die Möglichkeit sich unter das Publikum zu mischen um auf bekannt ironische Weise auch Stellung zu diversen Pressestimmen zu nehmen. Beim nächsten Stück holten sich die Mädels weibliche Verstärkung aus der Masse heraus, zogen selbige in wenigen Augenblicken schamlos aus und ließen ihren erotischen Fantasien freien Lauf. Ein Auftritt von Regina Halmich blieb dem Frankfurter Publikum leider verwehrt, dafür unterstützte Mozart den Titel „Schlag mich“ mit leichten Schlägen auf den ohnehin schon geröteten Bereich einer seiner Gespielinnen und sorgte so wohl für reichlich Pressefutter. Zur Krönung schlüpfte Mozart bei „sagt nein“ in seine sonst vom „Teutonenlied“ bekannte Uniform und machte wieder deutlich was hierzulande teilweise immer noch verkehrt läuft. Ohne Zugabe kommt Mozart natürlich nicht davon und so folgten „machina mundi“ und „schwarz“ in Begleitung von Cultus Ferox im Mittelalterlichem Gewand. Den Abschluss feierte man dann mit insgesamt 17 Leuten auf der Bühne zu „rock me amadeus“. Einfach nur geile Show wie immer und provokativer denn je! zu den hammergeilen Bildern gelangt ihr hier..
 
Text: Oliver hhh Bilder: Sandro Griesbach