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Label:
 
Edel
 
 
Discographie:
 
Killing Joke CD [2003]
The Unperverted Pantomine CD [2003]
No Way Out But Forward Go CD [2001]
War Dance CD [1998]
Democracy CD [1996]
Alchemy - The Remixes CD [1996]
BBC In Concert CD [1995]
Wilful Days CD [1995]
and more...
 
 
Website Band
Killing Joke - -Hosannas From The Basement Of Hell- --- [Vö: 03.04.2006]
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Der Titel von Killing Jokes neuem Werk “Hosannas From The Basement Of Hell”, das am 3. April 2006 in den Läden erscheint, lässt mich ein bisschen an den Song „Nebelmond“ von Gardens Of Gehenna denken. (When angels draw the pentagram, and Satan says the rosary.) Mit dem geschreddere dieser heimischen Bands hat Killing Joke wohl weniger zu tun, aber bei einer Band die schon nachweislich Größen wie Nirvana, Metallica, den Nine Inch Nails und Fear Factory inspiriert hat würde mich auch hier eine Verbindung nicht verwundern. Die urbanen Raubtiere von Killing Joke haben mit „Hosannas From The Basement Of Hell“ ein Werk geschaffen in dem die letzten schweren Jahre mancher Bandmitglieder eine tiefe Finsternis hinterlassen haben.

Das Album beginnt mit dem Song „This Tribal Antidote“ und hat einen ziemlich rockigen Rhythmus zu dem die grollende Stimme von Mr. Coleman ein gutes gegenüber bildet. Eine gewisse schwere ist irgendwie herauszuhören und weckt bei mir eine traurig-zornige Melange an Gefühlen die Ich bisher eher von Songs der Nine Inch Nails kannte.

Weiter geht die Platte mit dem dem Album Titelgebenden Song „Hosannas From The Basement Of Hell“. Die leise Streicherserenade im Hintergrund umrahmt den recht flotten Beat des Songs ziemlich gut und lässt ein leises unheimliches Gefühl aufkommen, das mit der harten E-Gitarre ziemlich infernalisch klingt. Yeah!

Apropos infernalisch: der darauf folgende Song „ Invocation“ startet wieder mit einer Streicherserenade und weckt, zusammen mit dem eher langsamen Takt Erinnerungen an so manches Black Metal-Stück. Der flehend-heulende Gesang färbt die Klangwelt in einen blutigen Schleier und läd zum träumen ein. Was für Träume das sind, ist dem Hörer überlassen…

„Implosion“ ist der vierte Track, und hört sich irgendwie nach Oldschool-Speedmetal an. Harter, flotter Beat, scheppernde Gitarren und derbe Gesangseinlagen bringen den Fuß zum mitwippen.

„Majestic“ heißt nicht nur der nächste Track, er hört sich auch so an. Ein Gewitter das sich langsam aufbaut und sich dann in den Gehörgang ergießt. Es bäten sich jetzt noch viele andere möglichen Metaphern an, aber Ich denke das dies ein Song ist, den man am besten an einem verregneten Abend auf sich wirken lassen sollte.

Da sind wir auch schon bei dem Sechsten der neun Tracks angekommen: „Walking With Gods“ hat eine fließende Melodie und lässt ansichtlich der geballten Aggression die in diesem Song mitschwingt dieses, Jemandem-Im-Takt-Die-Rippen-Brechen-Gefühl aufkommen.

(Eat This, USK!!!) Der Nächste Song steht „Walking With Gods“ im Punkte Aggression und Geschwindigkeit in nichts nach. „Lightbringer“ ist eine Hymne an den Luzifer in jedem von uns, und weckt anarchistische Ideen… Muss gerade irgendwie an „Fight Club“ denken…

„Judas Goat“ ist der Vorletzte Song auf dem Silberling und ist ein weiterer Song der, ähnlich wie „This Tribal Antidote“ eine finster bis fast schon depressive Grundstimmung aufweißt und die Grundstimmung des Albums verdeutlicht.

Den Abschluss macht „Gratitude“, der sich langsam seinen Weg durch die Kopfhörer bahnt und mich paralelen zu manchen Songs von Fear Factory meint erkennen zu lassen. Irgendwie faszinierend wie Bands sich doch gegenseitig positiv beeinflussen können.

„Hosannas From The Basement Of Hell“ ist alles in allem eine harte, finstere Sammlung aggressiven Liedgutes, das den Wunsch sich seinen Kummer und seine Ängste von der Seele zu schreien in Noten gepackt hat und sich definitiv einen Lieblingsplatz in meiner Sammlung verdient.

Rezi: Tobi

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Tracklist:
 
01. This Tribal Antidote
02. Hosannas From The Basement Of Hell
03. Invocation
04. Implosion
05. Majestic
06. Walking With Gods
07. Lightbringer
08. Judas Goat
09. Gratitude