In Extremo - Krieger .[ Maimarktclub, Mannheim 11.12.2006 ]
 

Ein Besuch einer Live-Show von In Extremo lohnt sich nicht nur wegen der herausragenden musikalischen Live Qualitäten, sondern weil auch eine mittlerweile sehr große Pyro- und Feuershow dargeboten wird! So wollten auch wir uns die aktuelle Wintertour nicht entgehen lassen und besuchten das Konzert im Maimarktclub in Mannheim!

 

Als Support tourten die Newcommer „Krieger“ mit „In Extremo“ durch die Lande. Krieger das sind Sänger Frontmann und Gitarre Thomas Baumgärtel, André Toth, an der 2. Gitarre, Rajko Gohlke am Bass und am Schlagwerk Johannes Baumgärtel Die aus Dresden stammenden „Krieger“ sind gerade dabei ihr Debüt Album einzuspielen! Deshalb waren die Songs welche die Band hier in Mannheim präsentierte auch allesamt noch unbekannt! Musikalisch sind die Jungs irgendwo in der Deutschrock Ecke einzuordnen. Für mich gab es einige Parallelen zu den älteren Tracks von Bands wie die „Die Schweißer“ oder auch „Richtofen“. „Krieger“ rockten doch schon ganz ordentlich. Das Songwriting war relativ einfach gehalten und nicht unbedingt sehr innovativ, was aber ja auch kein unbedingtes muss ist. Als Anheizer haben die Ostdeutschen ihre Sache ganz akzeptabel gemacht, aber innovativ oder gar außergewöhnlich klingt etwas anders. Man wird sich noch ein gutes Stück steigern müssen, um im Konzert der Großen mitspielen zu können.

 

Um 21:00 Uhr war es dann soweit, der Vorhang öffnete sich und gab einen ersten Blick auf das in Nebel gehüllte Bühnenbild frei. Das vielen schon bekannte Seefahrer Backdrop und das Schiff ließen sich im Nebel ausmachen. Links und rechts am Bühnenrand konnte man wieder einige besondere Instrumente bestaunen. Als erstes der „glorreichen Sieben“ betrat das „Das Letzte Einhorn“ die Bühne um mit „Spielmann“ das Konzert zu beginnen. Ca. 1200 Besucher feierten begeisternd die nächsten Stücke „Nur Ihr allein“ und „Wind“! Bei beiden kamen dann auch erste Pyroeffekte zum Einsatz und vielen der tobenden Fans aus den ersten Reihen wurde mächtig eingeheizt. Auch Herrn Rheim wurde es offensichtlich zu warm und so lies er ein Teil seiner Bekleidung fallen. Mit freiem Oberkörper legte sich so richtig ins Zeug! Vor allem die weiblichen Fans konnten daran gefallen finden und lauthals wurde der Hit „Ai vis lo loop“ angestimmt. Sehr präzise und gekonnt untermalte auch hier wieder eine beeindruckende Pyroshow den Titel. Es folgen „Küss Mich“, „Wessebronner“ und „Erdbeermund“. Danach wurde dem Mannheimer Publikum das neue Stück „Kein Sturm hält uns auf“ präsentiert. Einigen dürfte dies schon vom neuen Best of Album „Kein Blick zurück“ bekannt sein. Das Mannheimer Publikum feierte diesen Titel heftig, was auf die gute Live Tauglichkeit hindeutete. Auch das im Mittelteil von „Der Lange“ gespielte Gitarrensolo wurde mit heftigem Beifall belohnt. Nach dem etwas ruhigeren Stück „Singapur“ und dem wunderschönem „Ave Maria“, gab die Band bei „Vollmond“, „Raue See“ und „Mein rasend Herz“ wieder so richtig Gas.

 

Mit lautem Knall wurden Feuerfonthainen entzündet, bengalische Feuer entfacht und Raketen schossen über den Köpfen der Zuschauer durch den Maimarktclub. Bei „Vollmond“ entleerte sich ein Meer aus silbernen Kunstoffschnippseln über den Köpfen der Zuschauer, welche lautstark den Text mitsangen. Für „Raue See“ wurde extra ein Matrosengewand angezogen und so schipperte man langsam dem Ende der Setlist zu. Doch natürlich wollte das Mannheimer Publikum die Band nicht so einfach ziehen lassen und so gab es die Zugaben „Vecem“, Rotes Haar“ und „ Villemann“. Während den Zugaben bedankte sich „Das Letzte Einhorn“ bei den Pyrotechnikern, stellte zum Schluss noch seine Band vor und verließ schließlich unter lautem Beifall die Bühne. Dies war wieder einmal ein großartiges Konzert der Band, sowie ein wunderschöner Konzert-Abend, welcher leider viel zu schnell zu Ende war. Und wer In Extremo bisher verpasst hat, Sie aber noch live erleben will, hat noch bis 29.12.2006 die Gelegenheit dazu und sollte diese auch nutzen!

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Text: Thomas Nattermann
Bilder: Thomas Nattermann

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