ELECTRONIC PORN No. 35 mit DIN [ A ] TOD...[ Muk, Giessen 28.03.2008 ]
 

Ganze zwei Monate mussten alle Tanz- und Feierwütigen warten, bis die beliebte Electronic Porn Reihe an der Rivers Automeile, im Giessener Muk, letzten Freitag wieder ihre Tore öffnete. Sicher gibt es hier und da auch andere sehenswerte Partys, aber das besondere Ambiente der Location und mehrere Djs auf zwei Floors, umrahmt von verschiedenen Specials, machen die Porn doch zu etwas ganz besonderem. Dies dankten auch diesmal wieder über 700 zahlende Gäste dem Veranstalter & Initiator Dj Andypendent. Und bei der 35. Ausgabe wurde dem Partygänger für den gewohnt günstigen Eintrittspreis von 5 Euro einiges geboten.

 

So z.B. die letztes Jahr als Newcomer durchgestartete Berliner Formation Din [A] Tod [ Galerie I & Galerie II ], welche kurz nach Mitternacht die Bühne im großen Saal betraten. Wie schon beim letztjährigen Out of Line Festival, wo die Band als Opener agierte, begann man auch hier das Set mit dem komplexen Song "ephedrine logic". Leider war der Sound zu Beginn eher miserabel, wodurch das Publikum ein wenig verschreckt und auch Frontmann Sven Claussen etwas verunsichert wirkte. Selbiges Szenario bei "creation crucifixion", bevor es bei "carol´s fascination" dann endlich besser wurde. Hier übernahm Claudia, die sonst genau wie Phelix die Keys bearbeitet, den Gesangspart. Anfangs machte sie noch einen etwas zurückhaltenden Eindruck, wurde aber zur Mitte des Songs immer selbstsicherer und man spürte, wie ihr Selbstbewusstsein von Minute zu Minute stieg, was auch das Giessener Publikum deutlich lockerte, so dass endlich gefeiert wurde. Dass auch die Uhr bei Din [A] Tod nicht stehen bleibt, bewies dann das nächste Stück, welches hier das erste Mal live performt wurde. "clockwork" ist der bisherige spontane Arbeitstitel des Songs, textlich weniger abstrakt als die älteren Sachen und weniger persönlich, wie mir Frontmann Sven nach dem Auftritt verriet. Als nächstes folgten "time made dogs of us" und "buildings", bei beiden Liedern zeigten Din [A] Tod vollen Einsatz, was das Publikum auch mit viel Beifall honorierte. Hatte man letzteren Song in Frankfurt noch zu Ehren von Phelix gespielt [ wir berichteten ], scheint er jetzt doch ein fester Bestandteil der Band zu sein. Nach den bisher dargebotenen Stücken verließen die drei dann die Bühne. Nun war das Giessener Auditorium auch gänzlich aufgewacht und forderte lautstark nach einer Zugabe, die es mit dem wohl bekanntesten Stück der Berliner, "living dead", dann auch bekam.

 

Leider war nach gerade mal sieben Songs Schluss und das kurze, aber feine Set des Trios vorbei. Direkt im Anschluss ging die Party dann wie gewohnt mit Dj Andypendent im blauen Saal weiter. Aber auch unten im 1022 wurde kräftig gefeiert und schon im Gang davor, wo die krassen Bilder von Think Tank Art [ Galerie ] die Wände zierten, drängten sich viele Schwarzgewandte, während im Inneren stampfende Beats den Weg nach draußen suchten. Denn durch die kurzfristige Schließung des Bunkers, was bei dem ein oder anderen für etwas Missmut sorgte, musste Dj Axel in dem dort beheimateten Café auflegen, was der Party aber ganz sicher nicht schadete. So wurde wieder bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert. Die nächste Electronic Porn findet am 30. 05. 2008 statt. Auch dann wird es mit menticide eine nicht gerade unbekannte Band zu sehen geben und viele weitere Specials werden die Party bereichern. Abschließend möchten wir noch auf den Tanztee der EBM Senioren bei Kaffee und Kuchen mit einem Auftritt der Band Destroit und das Konzert von Angels & Agony hinweisen. Beide Termine findet ihr in unserem Partykalender oder auf der offiziellen Seite des Muks [ link ].

 
Text: .Sandro Griesbach
Bilder: .Sandro Griesbach