3 Jahre -electronic porn- --- [ Muk - Giessen ]
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Am Freitag den 27.05.05 feierte die Electronic Porn Party Ihren 3. Geburtstag. Anlässlich dieses Ereignisses lies es sich Initiator Andy nicht nehmen eine Party der umfangreicheren Art zu geben. Selten hat sich ein Veranstalter bei seinen Gästen besser bedankt wie Andypendent, der nach Schließung des Auswegs in Giessen die mittlerweile 18.EP startete und immer wieder unterschiedliche Specials für einen fairen Preis bietet. Aber 4 Live Acts zum Preis von 6 € und noch ein kleines Geschenk sind mehr als man heutzutage generell erwarten kann! Das Liebevoll dekorierte MUK strahlte eine angenehme natürliche Atmosphäre aus und auch der Biergarten hatte in dieser warmen Mainacht eine starke Frequentierung erlebt.
Im 1022 wummerte der altbekannte Sound, während im kühlen Bunker unter den Fingern von „Meltingclose“ wie gewohnt der kalte harte Stoff im Vordergrund stand. Ab 23:00Uhr sollte dann im großen Club die Live Perfomance starten, nach etwas mehr als 30 Minuten lief das Intro von Ground Emission um 23:35 an und die Mannen um Sänger Hansi fanden sich hinter Ihren Arbeitsplätzen ein. Ground Emission erfreuten sich großer Beliebtheit und hatten wohl auch Ihre eigene kleine Fangemeinde unter den etwa 600 gezählten Gäste, welche sich voller Euphorie dem feinem Pop im Stil von Lavantgarde hingaben. Der sichtlich fröhlich gelaunte Frontmann sorgte mit seinem ansteckenden Smiling Face und Songs wie „Definition Love“ oder „I hope“ für gute Laune während des kompletten Gigs, was letztlich sogar zu einer Zugabe in Form von „World of Confusion“ führte. Schöner Auftritt der sympathischen Hessen!
Als nächstes standen die absoluten Hardliner des Abends TH Industry mit Tänzerin Fetischiska im Rampenlicht. Thomas Teehaa und Band boten die gewohnte Perfomance und zerstörten im Handumdrehen die ruhige Atmosphäre welche „Ground Emission“ geschaffen hatten, wobei „scream“ nach wie vor mein Favorit war. Auf gewohnt provokante Art und Weise stand Fetischiska im Vordergrund des Auftritts und sorgte mit Sexy Outfit, erotischen Bewegungen und lüsternen Blicken bei dem ein oder anderen Gast sicher für Hitzewallungen. Der Hauptact des Abends „Absurd Minds“ brachte sich aufgrund technischer Probleme bei der Anreise von „DIN [A] TOD“ früher als erwartet in Position.
Absurd Minds überraschten mit Nick, einem neuen Mitglied, der einigen vielleicht schon auf dem Wave Gotik Treffen als Frontmann von „Legacy of Music“ aufgefallen sein dürfte. Nick hat sich offenbar sehr gut in die Band integriert und Stefan überwiegend bei den Refrains gesanglich unterstützt. Die beiden heizten der Menge mächtig ein und überzeugten mit einem sehr abwechslungsreichen Querschnitt aller Alben, sowie 3 neuen Songs. Sehr gut haben mir „Deception“ und „Herzlos“ gefallen, toller Auftritt auch trotz einem leicht verwundeten Drummer! Auf diesem Weg noch mal alles Gute Timo! Die Uhr zeigte bereits nach 03.30 an, als DIN [A] TOD endlich im MUK angekommen waren und die Bühne betraten. Aber von Müdigkeit oder Problemen war den beiden nichts an zu merken, Claudia postierte sich auf der minimalistisch wirken- den Bühne hinter ihr Keyboard und stellte in Ihrem erotischen Dress eine wahre Augenweide dar, während Sven mit seiner außergewöhnlichen interessanten Stimme für Registrierung sorgte. Der späte Auftritt der beiden ist wirklich sehr hoch anzurechnen und einige des mittlerweile Rar gewordenen Publikums konnten es sich nicht nehmen lassen sich zur Musik zu bewegen. Sicher wird es noch des Öfteren Gelegenheit geben die beiden Live zu sehen, hier konnten sie aus gegebenem Anlass nur 7 Tracks spielen, welche jedoch kreativ mit Artworks über eine Leinwand unterstütz wurden. Sehr gelungener Abend mit 4 tollen Acts welche die unterschiedlichsten Facetten der elektronischen Welt abdeckten.
 
Text: Oliver Loscher -----& ---- Bilder: Sandro Griesbach