Dark Storm Festival Stadthalle Chemnitz
Wie so oft in den letzten Jahren, machte ich mich auch dieses mal auf den langen Weg, zum alljährlichen Dark Storm Festival, welches in der Chem- nitzer Stadthalle stattfand. Eine Location wo sonst eher Opern, Musicals oder größeren Stars auftreten. Dort angekommen stellte sich die Wahl der Stadthalle als sehr gelungen heraus. Ausgestattet mit 2 Sälen, viel Platz und mehreren Cafes sollte dies doch der perfekte Ort für ein gutes Dark Storm 2004 sein! Nach anfänglichen orientierungs Schwierigkeiten gelangte ich in den großen Saal wo gerade Lacrimas Profundere spielte.

Eine Band die ich bis dato nicht kannte und hier auch das erste mal Live spielen sah. Am ehesten würde ich sie ein wenig mit HIM vergleichen. Nach ihrem 30 minütigen Set Up sollten nun Das Ich folgen, in meinen Augen immer wieder gern live gesehen, lieferten Das Ich an diesem Abend wohl auch die geilste Performance ab. Ich glaube, es gibt keinen anderen in unserer Szene, der besser als Stefan, dem Abbild des Teufels gleich kommt Es wurden Titel wie -kain und abel-, -garten eden- und -gottes tod- gespielt. Eine unglaubliche Show mit einem unnahbaren Bühnenbild was ihr auf den Bildern denke ich, gut erkennen könnt! Nach 40 Minuten verabschiedeten Das Ich ihr Publikum mit -destillat-, was den mittlerweile vollen Saal noch einmal richtig zum kochen brachte!

Nach einer 20 minütigen Umbauphase waren nun Terminal Choice an der Reihe, welche ich ja schon auf dem dies- jährigen WGT bewundern konnte. Natürlich konnten in Ihrem 45minütigen Set Up Stücke wie -menschenbrecher-, -animal- und -injustice- nicht fehlen. Als dann Louis Manke -rockstar- ankündigte gab man bekannt an diesem Lied anzuknüpfen zu wollen und an einem neuen Album zu arbeiten, welches von mir natürlich mit Spannung erwartet wird! Auch ist im kommenden Jahr wohl eine Neuveröffentlichung des Pohl Projekts Tumor mit einem dazu gehörigem exklusiven Einzelkonzert geplant. Nach Terminal Choice waren nun Crematory an der Reihe, deren Musik, trotz Freund- schaft zw. Sänger Felix und Mozart von Umbra et Imago, nicht so mein Fall ist. Deswegen nutzte ich diese Zeit, um die Stadthalle weiter zu erkunden und einige Schwätzchen zu halten.

Mit Spannung erwartete ich nun den Auftritt der nächsten Band an diesem kalten Winterabend. Lange hatte ich sie nicht mehr live gesehen, auch hatte es ja einige personelle Veränderungen um Frontmann Steve Naghavi die letzten Jahre gegeben. Als endlich And One die Bühne betraten... positiv überrascht wurde ich, frühere Hits wie -metalhammer-, -technoman- oder -second voice- zu hören. Auch versuchte sich Steve an einer Coverversion von -personal jesus- mutig! Aber gelungen... bevor die Balladen -sometimes- & -für- erklangen. So war die Stimmung in der mittlerweile wieder vollen Halle am überkochen und die Headliner des Dark Storms würde es sicher schwer haben dies zu Toppen!
Allerdings nicht Project Pitchfork, obwohl ja aus Hamburg kommend, haben diese ja hier in Sachsen quasi Heimrecht und ihre größte Fangemeinde. Überrascht wurde ich von Peters Spilles neuer Frisur, wo er eine Woche zuvor in Trier doch noch lange Haare hatte, waren sie in Chemnitz nun stoppelkurz. Aber auch das Set Up war ein wenig anders, als noch beim Dark X-Mas Festival in Trier, was mich doch sehr positiv überraschte. So hatte Peter nach seinem Ritt durchs Publikum da noch erzählt wie "schön" es doch in Deutschland wäre und das man dies bei dem Konzert in Moskau diesen Jahres hätte nicht machen können... denkste! Auch hier war so ein Wagnis nicht möglich, zu dicht und euphorisch war die Stimmung in den ersten Reihen, ja fast im ganzen Saal! Es erklangen viele schöne alte Hits wie -god wrote-, -rescue me- und -i am-! Wie schon in Trier wurden 3 Zugaben gespielt und als letzter Song erklang gegen 1.30 Uhr -green word-, welcher den Abend perfekt beenden sollte. In meinen Augen ein sehr, sehr gelungenes Festival, wie nicht anders zu erwarten vom Veranstalter In Move ! Ein Danke- schön auch hier noch mal an Kai und Yvonne!

Text & Bilder: Sandro Griesbach