Diary of Dreams & Psyche [15.02.05 Frankfurt(M) Batschkapp
Fast auf den Tag genau 12 Monate ist es her, seit dem letzten Besuch von Psyche und Diary of Dreams in der Frankfurter Batschkapp. Im letzten Jahr waren sie im Rahmen des Label Festivals mit den Kollegen von Spektralized unterwegs, dieses Jahr zur Live Präsentation der aktuellen Alben 11th hour (Psyche) und Nigredo (D o D), wobei Ur Gestein Psyche die Rolle des Supports übernahm. Psyche fingen pünktlich um 21 Uhr vor etwa 500 Gästen an ihr neues Album zu präsentieren, was sich zu Beginn etwas schleppte. Jedoch vollzog Darin nach dem 2 Stück „yearning“ eine kleine optische Verwandlung und kam im Skeleton Dress voller Energie mit „15 Minutes“ dem geilsten Song des neuen Albums zurück und legte richtig nach, mit einer kleinen aber feinen Mischung aus vergangenen Tagen wie „Misery“ oder „Sanctuary“. Besonders hervorheben möchte ich auch die (q lazzarus) Cover Version des Hits aus Schweigen der Lämmer „Good Bye Horses“, welche in Hessen noch nie Live präsentiert und hier äußerst gelungen dargeboten wurde. Die auffälligste Neuerung im Stil zeichnete sich durch „The belonging Kind“ aus, welches mich vom Beat zeitweise an „Firestarter“ von The Prodigy erinnerte. Zum Ende hockte sich Darin vor seinen Keyboarder und trug den melancholischsten Song des Sets vor „September Moon“. Eine Zugabe forderte das Frankfurter Publikum leider nicht, obwohl es Darin verdient
hätte, da es ein schöner Auftritt war! Nach einer kleinen Pause betrat der charismatische Adrian Hates mit seiner Band Diary of Dreams um kurz nach 22 Uhr die Bühne. Den etwas härteren Song „Menschfeind“ zum Auftakt zu spielen kam schon richtig gut an und mit jedem weiteren Song, sei es „Giftraum“, „The Curse“ oder Psycho-Logic steigerte man sichtlich die Stimmung wobei der Zenit wohl bei „O Brother Sleep“ erreicht war. Die Auswahl der Titel beschränkte sich überwiegend auf die aktuellen Veröffentlichungen sowie auf das Album „Freak Perfume“. Ebenso perfekt wie die Auswahl der Titel, wurde die Show von allen 4 Musiker dargeboten und machte diesen Auftritt zu einem absoluten Höhepunkt der Dark Wave Szene im Rhein Main Gebiet. Die Reaktionen im Publikum untermauerten diesen Eindruck für mich. Die Zeit verging wirklich wie im Flug und so kam es nach kurzweiligen 70 Minuten zu einer Zugabe welche mit „Traumtänzer“ einen weiteren Höhepunkt bildete. Aber der wohl absolute schönste Ausklang eines tollen Auftritts war die beeindruckend schön vorgetragene Ballade „Amok“.
Text: Oliver Loscher Bilder: Sandro Griesbach