Synthi-Pop der unter die Haut ging!- [ Batschkapp Frankfurt 10.04.2006 ]
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DE/VISION mit den befreundeten IRIS als Support on Tour, gastierten am 10. April in der Batschkapp und das war natürlich ein Heimspiel für die ursprünglich aus Bensheim stammenden Jungs, die mittlerweile auf über 17 Jahre Bühnenerfahrung zurück blicken können.

 

Die Texaner IRIS, in Form von Brian an der Gitarre, Andrew am Keyboard und Reagan an vorderster Front eröffneten den Abend vor gut gestimmten Publikum gegen 21:00 Uhr mit dem Song „lands on fire“ aus dem Album “Wrath“! Innerhalb der ersten Songs hatte Reagan die Frankfurter auf seiner Seite und konnte auf ganzer Linie überzeugen, die farbenfrohe Lightshow, im Einklang mit den feinen Popsongs tat ihr übriges. Der Song „waves crash in“ vom Album „disconnect“ schien dem Publikum am besten gefallen zu haben, denn hier war die Stimmung zunächst an Ihrem Höhepunkt angelangt. Doch IRIS konnten sogar noch einen drauf legen, mit dem etwas härterem Song „appetite“. Die sehr gute Stimmung und der heftige Applaus war für eine Vorgruppe wie Iris mehr als berechtigt, was leider aber auch nichts daran änderte, das die drei nach 50 Minuten Spielzeit die Bühne verlassen mussten und auch keine Zugabe geben konnten.

 

 

Sehr schöner Auftritt der Amis und ideale Voraussetzungen für DE/VISION, deren aktuelles Album „Subkutan“ am heutigen Abend im Mittelpunkt stehen sollte. Wenn eine Band eine Vielzahl von Veröffentlichungen wie DE/VISION vorweisen kann und dann auch noch auf unzählige Songs, die sich auch nach mehr als 10 Jahren immer noch größter Beliebtheit erfreuen, ist es natürlich nicht einfach die perfekte Auswahl zu finden ohne eine ganze Nacht durch zu spielen oder das aktuelle Album nicht zu kurz kommt. DE/VISION haben beides sehr eindrucksvoll arrangiert, ein perfekter Querschnitt durch die Vergangenheit gepaart mit den wichtigsten Songs der Gegenwart und einen Auftritt der keine Wünsche offen ließ. Die positive Ausstrahlung von Steffen, beim Auftritt in Frankfurt mit Cap, schwappte sofort in den Raum. Der Boden bebte von Anbeginn bei „subtronic“ und die Hände waren wohl stets im Himmel. Egal welcher Song auch kam, das Publikum schien überwiegend sehr vertraut mit den Texten und so gestaltete sich der Abend sehr aktiv.

 

Denn die Reise durch die Zeiten von „try to forget“ oder „“your hands on my skin“ waren Songs für die Masse und ich hatte den Eindruck es waren von der ersten bis zur letzten Reihe alle am mitsingen, einfach ein tolles Feeling für Fans und Band. Nach rund 90 Minuten Spielzeit war nach einem traumhaft schönen „still unknown“ erst einmal die Zeit für DE/VISION gekommen, die Bühne vor 1000 klatschenden Händen zu verlassen. Doch ohne Zugabe können die Jungs in Frankfurt ja gar nicht weg und so ging es dann auch nach nur einer Minute heftigstem fordern, mit „e-shock“ gleich in die zweite Runde, gefolgt vom acht Jahre alten „deliever me“ Neben dem heftigen Applaudieren und den Wünschen nach diversen Songs war immer wieder ein störendes Verlangen nach der schönen Insel „Rügen“ zu vernehmen was offensichtlich auch Steffen und Thomas etwas nervte bzw. nicht ganz klar war in welchem Zusammenhang es gefordert wurde, denn auch Steffen fragte „was ist eigentlich mit Rügen?“

 

Also falls einer der Rufenden diesen Text lesen sollte, wird dringend um Aufklärung gebeten! Das Programm ging jedenfalls auch trotz diesen nervig kindischen Zwischenrufen mit „the day´s not done“ weiter, wonach dann aber erneut eine kleine Pause war. Die Pause nutzten die Störenden selbstverständlich weiter um mit Rügen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Steffen forderte demzufolge einen Applaus für die Rügener und startete dann mit „digital dream“ die 2te Zugabe, unermüdlich ging es mit „addict“ und „beside you“ dann auch nach mehr als 2 Stunden Spielzeit weiter.Und wer wie wir glaubte jetzt war Schluss lag leider daneben, denn DE/VISION hatten Energie ohne Ende und obwohl Steffen mit den Worten „Danke Schön das war´s“ offen- sichtlich sich und seiner Band nach einem perfekten Abend auch endlich Ruhe gönnen wollte, setzte die Band tatsächlich noch einen drauf, doch leider kann ich an dieser Stelle nicht genau sagen wie der Abend zu Ende ging, da wir bereits die Batschkapp verlassen hatten.

 

Tolles Programm von beiden Bands; für IRIS eine ideale Gelegenheit Ihre Fangemeinde auszubauen und für DE/VISION eine tolle Bestätigung Ihrer seit Jahren dominierenden Rolle im Synthi-Pop Sektor.

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Text: Oliver Loscher
Fotos: Claudia Schöne