The Crüxshadows -dreamcypher tour- Batschkapp, Frankfurt(M) 26.10.2006
 

Wer am 23.10. auf dem ASP-Konzert in der Frankfurter Batschkapp war, der weiß wie Eng es in dieser Lokation werden kann wenn bei ausverkauften Konzerten Musik gespielt wird die zum tanzen animiert. Ganz so voll war es an diesem Donnerstagabend in der Kapp nicht, aber dennoch noch voll genug um die tolle Stimmung eines genialen CRÜXSHADOWS-Auftrittes zu genießen. Die knapp 500 Fans die sich an diesem Abend versammelt hatten, deckten ein breites Spektrum ab.

 

Jede Haarlänge war zu sehen, mitunter auch sehr kunstvoll gestylt. Für das leibliche Wohl sorgte an diesem Abend eine wie immer gut Ausgerüstete Theke. Die Vorband war die deutsch-französische Gruppe ARTS OF EREBUS, die vielleicht manchem Leser bekannt vorkommen könnte. Für die, denen diese Band unbekannt ist lässt sich der Sound meines Erachtens etwas mit dem von The Cure vergleichen, auf jeden fall stand Darkwave auf dem Programm. Wer sich aber selbst einen Eindruck machen möchte, der kann sich auf der Bandwebsite einige Videos und Songs herunterladen. „Thousand Ways To Die“ ist einer davon, der auch von den Jungs im Rahmen des Vorprogramms gespielt wurde. Zum Download rief die Band auch noch einmal ausdrücklich auf. Eine Marketingidee die Schule machen könnte. Kurzer Unbau, und schon standen die CRÜXSHADOWS auf der Bühne. Das heißt: fast alle. Sänger Rogue näherte sich von hinten durch das Publikum, und ließ von Anfang an merken, dass er die Nähe zu seinen Fans sehr schätzt.

 

Seine lebhafte Art zu performen zog sich durch das ganze Abendprogramm, wobei er abwechselnd durch die Menge schritt oder wie bei dem einzigartigen Song „Deception“, mit einem aus dem Publikum ausgewählten Partner zu tanzen begann. Hätte er etwas zum klettern gehabt, wäre er wahrscheinlich auch noch irgendwo hochgekraxelt. Genug Menschen zum auffangen hatte er in jedem Fall unter sich! Die einzigartige Fannähe, sowie die mitreißenden Beats und Geigenklänge taten ihr übriges, bei Songs wie „Sophia“, „Marilyn My Bitterness“ oder dem Klassiker „Winterborn“ stand kaum jemand mehr still. Von mir bisher ungesehen war die große Tanzeinlage am Ende des Konzertes, als zur Zugabe Fans aus den ersten Reihen auf die Bühne „gebeten“ wurden. Ein sehr gelungenes Konzert, das sowohl tanzbare als auch sehr besinnliche Momente in einer genialen Stimmung in sich vereinte. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Konzert mit den CRÜXSHADOWS und empfehle einen Konzertbesuch wirklich jedem, dem bisher noch die Motivation gefehlt hat einem solchen beizuwohnen.

 
The Crüxshadows -dreamcypher tour- Kammgarn, Kaiserslautern 07.11.2006
 

Auf ihrer Tour ließen die „The Crüxshadows“ auch die Pfalz nicht einfach links liegen und so gaben sie sich in Kaiserslautern im Kammgarn die Ehre.

 

Als Support eröffneten hier die US Amerikaner Ego Likeness den Konzertabend. Ego Likeness wurde 1999 von Gitarrist Steven Archer und Sängerin Donna Lynch gegründet. Zusammen mit Keyboarder Justin Dingo stand die Band schon mit Bands wie Das Ich, Decoded Feedback, In Strict Confidence, und Combichrist auf der Bühne! Ihre Musik lässt sich am ehesten dem Dark Elektro Genre zuordnen, obwohl die Gitarre von Steven für groovige, rockige Soundelemente und somit für den frischen und modernen Sound der Band sorgt. Auch das Pfälzer Publikum konnte der Musik etwas abgewinnen und so standen schon einige Reihen dicht gedrängt vor der Bühne und grouften etwas mit. Nach einer doch relativ kurzen Umbaupause ertönte das Intro der Crüxshadows aus den Boxen. Wie bei den Konzerten vorher schon kam auch hier im Kammgarn Sänger Rouge durchs Publikum in Richtung Bühne gelaufen. Erste Arme und Hände streckten sich dem gut gelaunten Frontmann, der von der ersten Minute an auf das Publikum einging, entgegen.

 

Schon auf der Stage zugegen waren Rachel an der Violine, Gitarrist George und ganz neu am Keyboard Pyromantic, aber auch die beiden Tänzerinnen Sarah und Jessica stürmten nun auf die Bühne und boten wie von den beiden gewohnt eine sehr solide, gekonnte und professionelle Tanz Performance. In der Setlist sollte auch hier keiner der Hits fehlen, so spielte man auch hier Beispielsweise wieder „Deception“, „Sophia“, und den Klassiker „Winterborn. Rouge kletterte immer wieder auf irgendwelche Tische, tanzte über die Bar und ließ sich auf den Armen der Zuschauer durch das Kammgarn tragen. Mitgerissen von der Energie geladenen Show, feierte auch das Publikum eine große Party! Wie auch bei den Konzerten zuvor verkündete Rouge den Erfolg der EP „Sophia“ und machte nebenbei einige Witze. Bei der Zugabe „Marilyn My Bitterness“ tanzten auch im Kammgarn die Zuschauer auf der Bühne, während die Band das Tanzareal unsicher machte. Wieder mal ein gelungenes Konzert dieser amerikanischen Ausnahme Band.

 

Für alle die, die „The Crüxshadows“ noch nicht live gesehen haben würde ich doch empfehlen noch auf ein Konzert der aktuellen Tour zu gehen, denn es lohnt sich!!!

 
Text: Tobias Burk [ Batschkapp, Frankfurt(M) ]
Text: Thomas Nattermann [ Kammgarn, Kaiserslautern ]
Bilder: Sandro Griesbach
Bericht + Bilder: aus Vlissingen NL findet ihr hier...

The Crüxshadows: Galerie IIIV

Galerie IIIV

Galerie IIIV

Galerie IVII