Camouflage [ Unionhalle, Frankfurt(M) 21.09.2006 ]
 

Fast 20 Jahre ist es her, als Camouflage mit dem Hit „The Great Commandment“ bekannt wurden! Ein weiterer großer internationaler Hit der Gruppe war 1989 mit „Love Is A Shield“, ein absoluter Klassiker der 80er Jahre.

 

Nach mehreren Höhen und Tiefen meldeten sich die 3 Jungs aus dem schwäbischen Bietigheim 2006 mit ihrem neuen Album "Relocated" [ Rezi] wieder zurück und bewießen mit 13 neuen Stücken, dass sie im Genre des melancholischen Synthie-Pop eine der unverzichtbare Größe darstellen. Mit diesem neuen Album in Gepäck sollte es nun auf Tournee gehen. Der Startschuss viel in Hamburg. Nun am 21.09. spielten Camouflage dann in Frankfurt in der Union Halle! Lange freuten wir uns gespannt auf diesen Termin, und was uns erwarten würde. Wir waren für Euch mit dabei und haben uns ein Bild von den Live-Qalitäten der Band verschaffen können. Dies wollten wir euch natürlich nicht vorenthalten.

 

Die Location zeigte sich als sehr moderne und edle Veranstaltungsstätte und schien bestens für ein Konzert dieser Art geeignet zu sein. Blaue Leuchtbänder wiesen den Weg hinab in einen modernen und geräumigen Konzertsaal Einzig die Ausschilderung zu der Union Halle war etwas mangelhaft, (vertraut niemals eurem Navigationssystem) und so kamen wir leider etwas später an, so dass wir nur noch die letzten Minuten der Vorband KOLKHORST mitbekamen. Kolkhorst ist die Soloband von Kai-Uwe Kolkhorst. Sein Elektro-Rock wird bestimmt durch Gitarre und Drumcomputer. Gerade hat er sein „Wir sind größer“ Album fertig gestellt und präsentierte dieses nun Live. Voller Temperament und Leidenschaft gab er seine neuen wie auch die älteren Titel zum Besten! Damit zeigte er seinem Publikum, dass diese Eigenschaften nicht im Widerspruch zu seinen norddeutschen Wurzeln stehen. In seinen deutschen Texten spiegelten sich die Höhen und Tiefen des Lebens wieder! Nach einer kurzen Umbaupause betraten die 5 Jungs von Camouflage um ca. 21 Uhr die Bühne und

 

wurden vom Publikum erwartend empfangen! Schon beim Opener „How Do You Feel?“ zog die Band das Publikum in ihren Bann. Nach drei neuen Stücken folgte mit „That Smiling Face“ ein Titel aus den Anfangszeiten der Band. Trotzdem merkte man komponistisch gesehen keinen Unterschied zu den vorangegangenen Titeln was nochmals verdeutlicht wie perfekt Camounflage schon damals im komponieren Ihrer Songs waren. Das Live Schlagzeug und die E-Gitarre fügen sich perfekt in den Sound ein und gaben den Songs eine exzellente Livenote. Auch die perfekte Lightshow und der super abgemischte Sound trugen dazu bei das die Stimmung der ca. 250 Fans von Sekunde zu Sekunde anstieg. Auch Marcus schien sehr motiviert und fegte energiegeladen über die Bühne. Es folgten weitere Highlights, in Form von Tracks wie „Perfect“, „Close“, „The Perfect Key“ oder „Motif Sky“. Nachdem Marcus feststellte dass in Frankfurt einfach das beste Publikum sei, wurde der größte Camouflage Hit „The Great Commandment“ angestimmt. Das Publikum in der Europa Halle war am toben!

 

Es folgte der erste Zugabenblock der mit dem zweiten großen Hit „Love Is A Shield“ endete! Nun kam auch verstärkt die große LED Tafel im Hindergrund der Bühne zum Einsatz! Dem Lichtechniker gelang es eine sehr beeindruckende Lichtshow zu zaubern mit deren Hilfe der ganze Gig, nun vor allem aber in der Schlussphase, ein absolut gigantisches optisches Erlebnis wurde! In meiner ganzen Zeit die ich nun auf Konzerten unterwegs war habe ich noch nie nach ca. 1¾ Std. so laute „Zugabe“ Rufe gehört wie hier in Frankfurt bei Camouflage. Die Band ließ sich auch nicht lange dazu überreden und hängte noch einen Zugabenblock an. Zu hören gab es nun auch „Strangers Thoughts“ in der Akustik-Version. So manchem lief hierbei bestimmt ein kalter Schauer den Rücken hinunter, denn ein so gefühlvoll u. atmosphärisch, mit akustischen Instrumenten, gespielter Elekto-Pop-Songs, hörte man nur sehr, sehr selten von anderen Bands zuvor. Dies war dann auch ein absolut perfekter Abschluss für solch ein super Konzert! Die Band verließ schließlich unter tobendem Beifall die Bühne.

 

Noch unter Einfluss des eben erlebten verließ nun auch das Publikum die Location und in den Gesichtern sah man, so manch einer hätte wohl noch einige Std. länger der Musik lauschen wollen…

 
Text und Bilder: Thomas Nattermann

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