BLUTENGEL - ADAM - PSYCHE...[ Pulp, Duisburg .18.10.2007 ]
 

BLUTENGEL sind wieder auf Tour. Zwei Jahre und ein Album liegt die letzte große Deutschland Tour zurück und dementsprechend groß war der Andrang und die Vorfreude der Fans, so auch an einem kalten Oktober Abend in Duisburg. Das Event-Schloss Pulp im Duisburger Arbeiterstadtteil Hochfeld ist in den letzten Jahren zu einer Topadresse für die schwarze Szene im Ruhrgebiet geworden.

 

So war es nicht verwunderlich, dass schon gut eine Stunde vor dem Konzert die Fans von BLUTENGEL, das Pulp nahezu aus allen Nähten platzten ließen. Um 19Uhr war es dann endlich so weit und der aus Kanada stammende Altstar, Darrin Huss, von PSYCHE [ Galerie ] betrat gemeinsam mit seinem noch recht jungen Keyboarder Remi Szyszka die Bühne. Darrin mit seinem Projekt PSYCHE kann mittlerweile auf 25 Jahre Bühnenerfahrung und einige Höhen und Tiefen zurückblicken. Auch einige Jahre Bandpause haben dem Projekt nicht geschadet und so wurden den Blutengelfans eine gelungene Mischung aus Elektropop und Darkwave geboten. Sänger Darrin überzeugte vor allem mit einer tollen Stimme und einer gelungenen Show. Zu Beginn betrat er in Dunkelheit, nur mit einer Kerze in der Hand, die Bühne und gab zum Auftakt eine wundervolle Ballade zum Besten. Danach gaben PSYCHE Gas und spielten einige schnellere Songs aus dem aktuellen Album „The 11th hour“. Eine halbe Stunde reichte aus, um das Publikum richtig gut anzuheizen.

 

Doch nach PSYCHE betrat der eigentliche Support der Tour, ADAM [ Galerie I & Galerie II ] die Bühne. Die Industrialband um den charismatischen Frontmann Jeez, gab von Anfang an Alles. Schnelle, harte, treibende Beats brachten das Publikum richtig zum schwitzen. Aller Orts wurde getanzt, denn die Musik von ADAM fährt einem zugleich in die Ohren, wie in die Beine. Neben Jeez standen noch Vulcan am Schlagzeug und D-Diva an den Keyboards auf der Bühne. Highlight der grandiosen Show von ADAM war die Coverversion des Real Life Klassikers „Send me an angel“, der derart verrockt wurde, dass selbst die schwärzesten Seelen zum mitsingen genötigt wurden. Nach eine weiteren halben Stunde erstklassigen Sounds und einem Umbau der Bühne war es soweit. Die ersten Klänge des Labyrinth Intros erklangen und auf der Leinwand hinter der stage zeichneten sich die ersten Videoprojektionen ab, so dass ein Raunen durchs Publikum ging. Doch als Chris Pohl, Constanze Rudert, Ulrike Goldmann, sowie Tänzerin Sonja die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr.

 

Das zum Teil noch recht jugendliche Publikum feierte BLUTENGEL wie Popstars, so dass dem ein oder anderen älteren Fan ein Fragezeichen in den Augen stand. Doch BLUTENGEL lieferten von Anfang an eine gelungene Show. In den letzten 2 Jahren wurde nicht nur die Performance verbessert auch gesangliche Defizite konnten kompensiert werden. Zu Anfang des Konzerts wurden vor allem Lieder des neuen Albums „Labyrinth“ gespielt, darunter auch die Hitsingle „Lucifer“, sowie „Engelsblut“ und Gloomy Shadows“. Doch das Publikum brauchte ein wenig Zeit um mit den neuen Songs warm zu werden, so dass zunächst bei den älteren Songs wie „Die with you“ oder „Black Wedding“ die Stimmung am besten war. Doch von Minute zu Minuten zogen BLUTENGEL das Publikum immer mehr in ihren Bann. Nach ungefähr der Hälfte des Konzerts zog sich Chris von der Bühne zurück und überließ Constanze das Feld. Sie performte einige ruhigere Songs alleine und schien dies besonders zu genießen, die alleinige Aufmerksamkeit des begeisterten Publikums zu erhalten.

 

Nachdem sie Verstärkung durch Ulrike bekam, gaben die beiden Sängerinnen zwei Duette zum Besten. Als Chris wieder auf die Bühne zurückkehrte sollte es wieder etwas schneller und rockiger werden, so dass die tanzbaren Stücke in der Überzahl waren. Ein besonderes Highlight, war die Kombination von Videoprojektion und aufwendigen Tanz- und Performanceeinlagen. Innerhalb von zwei Stunden spielten BLUTENGEL [ Galerie I ] ein wahres Best of Programm unter anderem mit „The oxidising angel“, „My saviour“, „Seelenschmerz“ und vielen anderen Songs. Bemerkenswert war sicherlich der besagte Zeitpunkt als Chris sich bei einer Reihe von Songs von der Bühne zurückzog und Constanze alleine im Mittelpunkt stand. Der krönende Abschluss, eine gelungenen Konzertabends und die letzte Zugabe war „Children of the night“, bei denen das Publikum noch einmal so richtig zum tanzen kam, so dass viele Besucher dem Konzert noch einen Diskoabend im Pulp angeschlossen haben. Abschließend findet ihr noch viele weitere Bilder vom Konzert im Mainzer Kuz am 16. Oktober, schaut einfach in die Galerien.

 
Text: .Carsten Terres
Bilder: .Carsten Terres, Sandro Griesbach, Thomas Nattermann

Blutengel: .[ Galerie IIV & .Galerie IIV ]
Blutengel: [ Galerie IIII & .Galerie IVI ]
Blutengel: [ Galerie VII & .Galerie VII ]