ASP - The Beauty of Gemina...[ Centralstation, Darmstadt 25.04.2007 ]
 

Also machten wir uns am Mittwoch Abend auf den Weg nach Darmstadt und erreichten eine sehr schöne Lokation, die Centralstation. Pünktlich um 20.00Uhr waren wir vor Ort und eine lange schwarze Schlange wartete bereits vor den Eingängen. Als sich dann die Pforten öffneten, ging es auch recht schnell voran und jeder der um die 800 Leute fand für sich das passende Plätzchen. Die Halle bot ein wunderschönes Ambiente, selbst eine kleine Empore war vorhanden und über dieser wartete noch eine Cocktailbar, sehr sehr schön! Bereits zu diesem Zeitpunkt ahnten wir, dass dies ein klasse Abend werden sollte.

 

Doch bevor der Schwarze Schmetterling mit seinen großen Schwingen die Halle der Darmstädter Centralstation verdunkeln sollte, kam erst einmal die Schweizer Band The Beauty of Gemina auf die Bühne, um die eingeschworene ASP Fangemeinde anzuheizen. Michael Sele, Kopf der Band, gründete TBOG 2005 als Nachfolge seines vorherigen Projektes Nuuk, mit welchem er bereits 3 Alben produzierte. Nun erschien erst kürzlich ihr erster Output "Diary of a Lost", wovon man uns hier ein paar Live-Eindrücke ihres musikalischen Tagebuches hinterlassen wollte. So begannen TBOG ihr Set mit dem Titel "Nevertime" eher etwas verhalten, was mich persönlich aber überhaupt nicht störte. Während Michael mittig der Stage in gleißendem Licht erstrahlte, standen Gitarrist Dennis Mungo und Bassist Martin Luzio etwas abseits im Dunkeln, was ich aus fotografischer Sicht etwas bedauerte. Die Songs der Band handeln im Hauptsächlichen von Verzweiflung und Hass, aber auch von Hoffnung wie auch Liebe. So auch das dritte Stück "Suicide Landscape", in welchen es um Selbsttötungsdelikte geht. Als letzter Titel wurde uns die von Michael angekündigte Wave Gothic Hymne "Hunters" präsentiert. So wechselten sich die Gefühlspalette wie auch die musikalischen Elemente der Songs perfekt ab und fanden den Weg in unsere Gehörgänge, um dort nachdenklich zu verweilen. Auch wenn The Beauty of Gemina hier lediglich sechs Songs, welche allesamt vom Debut Album "Diary of a Lost" waren, performten und man so nur einen kleinen Eindruck bekam, lässt sich sagen, dass sie eine musikalische Reise wert und für Konzertbesuche sehr zu empfehlen sind.

 

Gegen 22 Uhr betraten dann die Frankfurter Jungs ASP, Matze, Tossi und Himmi die Bühne. ASP selbst majestätisch mit edlem schwarzen Zylinder und wie gewohnt in Rock und Mantel, so wie man ihn kennt. Mit einer schönen Einleitung aus "Kyrie/Duett" begann die Halle schon zu brodeln und kaum einer im Publikum schaffte es noch still zu stehen. Spätestens beim zweiten Titel "Weltunter" tobte dann aber die ganze Halle und es wurde lautstark mitgesungen. Als nächstes folgte der neue alte Kracher "Coming home", gefolgt von dem etwas ruhigeren und sehr intensiven "Me". Und um gleich wieder etwas mehr Gas zu geben, spielte man Seitens der Band im Anschluss daran "Satan". Dann lud ASP zum gemeinsamen Singen ein. Und so sang das versammelte Publikum mit dem Meister des schwarzen Schmetterlings den Klassiker "Ich komm dich holn". Eine sehr gute Mischung aus den 5 Alben von ASP kam uns hier zu Ohren. Auch das von uns geliebte Stück "She wore Shadows" war hier in Darmstadt wieder ein voller Erfolg.

 

Als nächstes kündigte ASP das für ihn schwierigste Lied "Nie mehr" an und bat seine Fans um Unterstützung. Dies sollte kein Problem sein, alles lief bestens und bereits bei der Einleitung des nächsten Titels kam lautstarke Freude auf. "Singchild" brachte die Massen wieder zum Feiern. Hiernach erfüllten die Klänge von "6th of September" den Raum, welches ja auch aus dem Film „Saw“ bekannt ist, an den ich mich mit Schauern sofort erinnerte. Weiter ging es mit "Demon Love" und "Krabat" gefolgt von "Tiefenrausch" und "Schwarzer Schmetterling". Dann bereitete ASP uns auf den Höhepunkt eigentlich jeder ASP-Show vor und sagte, er würde in letzter Zeit oft gefragt ob es nicht mit der Zeit langweilig würde immer wieder diesen Song zu spielen. Seine Antwort: Er liebe dieses Lied wie am ersten Tag! Klar, hier war die Rede von "Ich will brennen" und die Centralstation brannte bis zum obersten Stockwerk! Mit "Sturm" waren wir bereits am Ende des Sets angekommen. Doch wie alle ASP-Fans wissen, fehlten hier noch ein paar wichtige Songs und so forderte das Publikum die Band auf, noch einmal die Bühne zu betreten. Dies ließ sich die Band nicht zweimal sagen und setzten mit "Die kleine Ballade vom schwarzen Schmetterling" ihre Show fort. Ein wirklich alter Klassiker, welcher allen langjährigen Begleitern der Band bekannt ist, und einer meiner persönlichen Lieblingstitel. Und auch über "Werben" freuten wir uns. Danach erwartete uns "Schwarzes Blut", klar dass dieser Titel bei keiner ASP-Show fehlen darf und wie immer wurde lautstark „vorwärts-abwärts“ mitgesungen. Als Abschluss vernahmen wir "Und wir tanzten" womit man uns in die dunkle Nacht verabschiedete.

 

Sehr positiv hervorheben möchte ich auch die echt sehr gute Lichtshow, welche uns während des ganzen Abends bei beiden Bands geboten wurde. Ein echter Augenschmaus, aber auch der Sound kam fett in der Centralstation rüber. Ansonsten alles in allem ein wunderschönes Konzert und ich kann nur sagen, ich selbst kann es kaum abwarten, hoffentlich recht bald wieder den Werken von ASP lauschen und zuschauen zu dürfen!

 
Text: Anika Buss, Sandro Griesbach
Bilder: Sandro Griesbach

The Beauty of Gemina: Galerie III
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ASP: Galerie III
Galerie III
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