III. Amphi Festival.-..[ -Köln, 21./22. 07. 2007- ]
 

Auch in diesem Jahr lud der Kölner Tanzbrunnen wieder für ein ganzes Wochenende zum mittlerweile dritten Amphi-Festival ein. Ein Treffpunkt der dunkleren Generation. Bei schönstem Wetter rockten 31 Bands auf zwei Bühnen vor rund 18.000 Besuchern. Die Moderation auf der Open-Air-Hauptbühne übernahm niemand Geringeres als Welle:Erdball-Fronter Honey. Ausgelassene Stimmung gab es auch bei der 2nd Stage im Theater. Zwischen all den schwarzen Electro- und Gothic-Fans entdeckte man auch immer wieder den ein oder anderen Farbklecks. Sehen und gesehen werden schien hier das Motto zu lauten. Je verrückter und ausgefallener das Outfit, desto mehr Aufmerksamkeit zog man auf sich. Aber Hauptaugenmerk war natürlich auf die Musiker gerichtet. Von mittags bis 22Uhr abends rockten die Bands. Für ein Päuschen machten es sich die Festival-Besucher mit Decke auf der Tanzbrunnenwiese gemütlich, ließen die Füße im Wasser des Brunnens baumeln oder suchten die zahlreichen Imbissbuden und Getränkestände auf.

 

Wer die Preise dort scheute, konnte sich auch kostenlos an den Trinkwasserstellen im Eingangsbereich bedienen, die wie im vergangenen Jahr eingerichtet worden waren. Neben den vielen Konzerten bot sich auch die Gelegenheit bei Autogrammstunden mit den Künstlern auf Tuchfühlung zu gehen. Die Autogrammstunden fanden dieses Jahr nahe des Eingangsbereiches statt, so dass die Schlange nicht wieder bis in die Menge vor der Hauptbühne reichte. Auch die Schlangen an den zwei Sanitäranlagen hielten sich in Grenzen. Wer den schwarzen Ledermantel und andere überflüssigen Klamotten loswerden wollte, konnte sie an der Garderobe im Theater abgeben. Andere Festivalbesucher gaben nichts ab, sondern kauften eher noch ein – und zwar auf dem großen Gothic-Markt, der sich über den hinteren Teil des Geländes zog und die volle Bandbreite an Gothic-Wear anbot. Auch XtraX war hier vertreten und ständig gut besucht. Parallel zum Einkaufen konnte auch weiterhin das Bühnenprogramm mitverfolgt werden, da die Musik von der Mainstage über das gesamte Gelände schwappte. Auch mussten die Festivalbesucher nicht unbedingt in der ersten Reihe stehen, um die Bühne im Blickfeld zu haben. Gute Sicht gab es von allen Seiten. Auf dem Amphi-Festival 2007 wurde zwei Tage lang mehr als ordentlich gerockt. [ls]

 

OBSCENITY TRIAL [ Galerie ], die diesjährigen Opener des Amphi Festivals 2007 lockten vorerst nur eine kleine Menschentraube an die Mainstage am Kölner Tanzbrunnen. Zunächst mussten diese wenigen Fans und Neugierigen jedoch noch etwas warten, bevor die 4 Mannen die Bühne enterten. Doch dann die erste technische Panne des Festivals, die sich wie ein roter Faden noch durch das Event ziehen sollte…das Mikro ging nicht und ein Techniker sprang panisch auf die Bühne um zu retten, was noch zu retten war. Sänger Oliver Wand ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und lieferte eine gute Show ab, auch wenn die Stimmung nur schleppend in gang kam. Erst bei einem Covermedley von The White Stripes ("seven nation army") kam etwas mehr Wallung in die Menschentraube und man hörte hier und da doch den ein oder anderen fröhlich mitträllern. Ein schöner Gag waren auch die Westen der Bandmitglieder mit ihren Nachnamen auf dem Rücken. Beim letzten Song machte ihnen jedoch erneut die Technik einen Strich durch die Rechnung und es musste frühzeitig abgebrochen werden. [mk]
Wer sich bei 30°C Außentemperatur zum Opener der Theaterstage in die noch um einiges wärmere Halle wagte, wurde mit einer richtig geilen Show von XOTOX [ Galerie ] belohnt. Wieder einmal nicht pünktlich und sehnsüchtig erwartet startete die Show mit absolutem Krach der Meisterklasse. Andreas Davis stürmte die Bühne und eroberte schon von Beginn an die Masse. In der Halle gab es kaum Luft zum Atmen und kaum Platz sich zu bewegen, dennoch schaffte man es, die Mehrheit der Beine in Bewegung zu setzen und der Saal begann zu kochen. Auch wenn der Sound für eine derartige Industrialband viel zu leise war, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Ab und zu regnete noch etwas übrig gebliebener Glitter durch die Basserschütterungen von der Decke. Nach einer viel zu kurzen halben Stunde verabschiedeten sich XOTOX wieder und die sengende Hitze draußen kam einem wie ein kühler Windhauch entgegen. [mk]

 

Der Platz vor der Mainstage war schon gut gefüllt als das Intro zu DIORAMAs [ Galerie ] „Erase me“ ertönte! Mit der klassischen Live Besetzung heizten die 4 Jungs um Sänger Torben, dem Kölner Publikum so richtig ein. Was für ein gelungener Auftakt. Für mich eins der Highlights des diesjährigen Tanzbrunnen-Festivals. Mit „Synthesize me“ und „Kein Mord“ wurden zwei Stücke des aktuellen Albums „A different life“ präsentiert. Vor allem das poppig-rockige „Synthesize me“ sorgte für ausgelassene Stimmung. Natürlich fehlten auch die Hits „The Girls“ und „Advance“ nicht. Letzteres des erfolgreichen „A Different Life" Albums von 2001. DIORAMA machen live einfach viel Spaß; die natürlichen Drums kammen rockig und klanglich sehr ausgewogen daher und zeigten, dass auch ein Elektro- Act durchaus analoge Instrumente mit Digitaler Technik kombiniert einsetzten kann. Auch der dezente aber gezielte und bestimmte Gitarrensound rundet das Klangbild ab und sorgt mit dem gefühlvollen, klaren Gesang von Torben für den typischen Sound. Viel zu schnell war die Reise in eine gefühlvolle und tanzbare Klangwelt vorbei. Da halfen auch die lauten „Zugabe-Rufe“ nicht und der Auftritt war beendet. [tn]
Da die für 15Uhr angekündigten IMATEM [ Galerie ] im Stau standen und BLOODPIT gar ganz ausfielen, verschob sich der Auftritt von EISBRECHER [ Galerie ] um mehr als eine ganze Stunde nach vorn, was die geärgert haben muss, die extra wegen ihnen zum Amphi erschienen sind und sich andere Bands vorher angeschaut hatten. Nichtsdestotrotz und wie es der Zufall so will, haben sich dann doch genug Fans vor der Mainstage versammelt um ihre EISBRECHER zu huldigen. Es bot sich hier ein abwechslungsreiches Programm, denn so konnten auch die Liebhaber der etwas härteren Töne dieser Mischung aus Rammstein und Oomph! lauschen. Die Sonne gönnte sich eine kurze Pause und so ließ es sich vor der Bühne in erträglichen Temperaturen ausharren. Sänger Alexx machte mit seiner witzigen Art eine riesen Stimmung und riss alle im Publikum mit. Über ein falsches Intro zu „Ich vergieße mein Blut für dich“ sah man dann auch lächelnd hinweg und traf des Öfteren mit einem Scherz über die bayrische Art mitten ins sprichwörtlich Schwarze. [mk]
Im Theater waren SONAR angekündigt. Jedoch war die Halle nicht wie erwartet überfüllt, sondern zunächst nur halb gefüllt. Ohne Vorwarnung und Begrüßung ging es dann auch los. Industrial der härteren Art, die jedoch nicht mit den zeitgleich spielenden FUNKER VOGT auf der Mainstage konkurrieren konnten. Die überschaubaren Zuschauer ließen sich jedoch nicht vom Feiern und exzessiven Tanzen abbringen und die Halle bebte wieder einmal. Die Setlist überzeugte jedoch vollkommen, was man von der Performance an sich allerdings nicht wirklich sagen konnte. Dirk Ivens und Eric van Wonterghem standen sich lediglich an ihren Pulten gegenüber und schienen nur für sich zu feiern. Kein Wort zwischendurch, kein Blick gen Publikum konzentrierte man sich nur auf die Musik. So unpersönlich wie die Begrüßung war auch der Abschied. Musik aus, Musiker weg, Ende. [mk]

 

Nach FUNKER VOGT [ Galerie ] sollte mal wieder der Graf zum Zuge kommen. UNHEILIG waren aufgrund der großen Nachfrage mit einer Fanshow auf dem Amphi Festival vertreten. Die Fans konnten vorab auf der Unheilig Homepage ihre eigenen Setlist zusammenstellen, die dann auf dem Festival gespielt wurde. Live drangen dann auch nur die besten Songs aus den Boxen und es müsste für jeden Fan mindestens ein Lieblingssong dabei gewesen sein. So gefüllt wie bei dieser Show war es den ganzen Tag noch nicht und die Stimmung war kaum zu übertreffen. Die Begeisterung und der Applaus steigerten sich von Song zu Song und es wurde fleißig mitgeklatscht, die Feuerzeuge und Arme wurden in der Luft geschwenkt und der Graf hatte sichtlich Freude daran, diese positive Resonanz zu sehen. Das Bühnenbild war sehr schön gestaltet, mit vielen Kerzen und einer großen Uhr im Hintergrund. Am Ende der Show forderte das Publikum Lautstark eine Zugabe ein, die es auch bekam. Danach war allerdings schon viel zu schnell wieder Schluss. [mk]
Bombastisch eröffneten als nächstes ASP [ Galerie I & Galerie II ] ihre Show mit ihrem Dauerbrenner "Sing Child". Bereits hier herrschte eine super Stimmung im Publikum. Nach "How far would you go?" kündigte Asp einen Titel an, welcher nicht von Satanismus handelt sondern von Freiheit. Ganz klar hier war die Rede von "Ich bin ein wahrer Satan". Bei diesem Titel entledigte sich ASP auch seine Zylinders, der bis dato seinen Kopf schmückte. Weiter ging es mit den Stücken "Duett", "Nie mehr" und "She wore Shadows". Die Zeit verging wie im Flug und schon vernahm ich die Klänge von "Werben". Ich liebe diesen Song und sollte ich mich irgendwann einmal fest binden, wären Asp die schönste Kapelle, welche ich mir dafür vorstellen kann. Aber weiter mit dem wesentlichen, denn nun sollten die Massen, wirklich brennen. Keine Frage "Ich will Brennen" war an der Reihe! Um danach wieder etwas abzukühlen spielte man die Ballade "und wir tanzten". Ein erfolgreicher und meiner Meinung nach sehr gelungener Abschied war mit "schwarzes Blut" gekommen, die Hymne eines jeden Asp-Fans. Somit verließ die Band unter Zugaberufen und Applaus die Bühne. [ab]
Nachdem beim Opener XOTOX die Theaterstage schon fast aus allen Nähten platzte, waren danach mit dem Tripel SONAR, P.A.L. und TRIAL [ Galerie ] gleich 3 Noise Industrial Acts platziert worden, die man sonst eher auf Veranstaltungen wie dem Maschinenfest antrifft. Jetzt aber wurde es wieder etwas mainstream-kompatibler mit dem schwedischen Duo SPETSNAZ [ Galerie ], welches mancher wohl nach den Vorkommnissen auf der AND ONE-Tour schon in den ewigen Jagdgründen gewähnt hatte. Doch die Herren Stålberg und Nilsson haben wohl offensichtlich wieder zueinander gefunden, das Interesse war dementsprechend groß. Vielen „Dank“ an dieser Stelle auch noch mal an den aggressiven EBM-Head, der mir seinen Ellenbogen ins Kreuz gerammt hat. Weitaus positivere Aggressionen fanden sich im Set der Skandinavier, die ihren leicht modernisierten Old School Electro in die tanzwillige Meute knallten, entsprechende Bühnengestik gab’s natürlich gratis dazu. Da draußen bereits der nächste Höhepunkt anstand, war für mich nach 3 Stücken (z.B. „Bloodsport“) leider schon wieder Schluss, doch ein ausgepumpter ECHO WEST-Dirk zeugte später davon, wie schweißtreibend es bei SPETSNAZ noch zugehen sollte. [tk]

 

Wieder zurück ins Dunkel, in der eine Truppenschau der besonderen Art bevorstand. Auf die kurz zuvor stattfindende WINTERKÄLTE hatten wir verzichtet. Doch der krönende Abschluss des sehr electrolastigen Samstags waren ohne Zweifel die Chemnitzer FEINDFLUG [ Galerie I & Galerie II ], die leider in FRONT 242 einen harten „Gegner“ mit zumindest ähnlicher Soundausrichtung besaßen. Dennoch war es rappelvoll in der knapp 2000 Zuschauer fassenden Halle und die nötigen Utensilien einer FF-Show standen natürlich alle bereit, als das 7-köpfige Geschwader zum Rundflug durchstartete. Mit „Roter Schnee“ wählte man einen ungewöhnlichen aber sehr effektiven Opener, um die Anhänger auf Betriebstemperatur zu bringen, und auch im Folgenden konnten Tracks wie „AK 47“ oder „Machtwechsel“ vom ersten Album voll überzeugen. Die Truppe um den inneren Kern Felix und Banane (etwas versteckt rechts hinten) wirkte motiviert und gut aufeinander eingespielt, mit dabei auch Gabriell von JESUS AND THE GURUS an der Trommel, wenn man genau hinschaute, konnte man sogar das entsprechende Abzeichen an seiner Uniform erkennen. Allerdings musste man schnell sein, denn nach dem Opener wurde die Bühne dermaßen eingenebelt, dass man seinen nächsten Nachbarn nicht mehr erkennen konnte – geschweige denn die Musiker. Nach „Glaubenskrieg“ und „Neue Sieger“ wurde lautstark eine Zugabe gefordert, die mit „Truppenschau“ begonnen und vom Klassiker „Stukas“ fortgesetzt wurde. Bzw. „fortgesetzt werden sollte“, denn nach kurzer Zeit wurde mal eben der Strom abgedreht. Felix trommelte noch etwas verdutzt vor sich her, dann war das Schauspiel für heute beendet.

 

Ob es ein technisches Problem war oder eher daran lag, dass die Ostdeutschen ihre Spielzeit von einer Stunde bereits um 10 Minuten verlängert hatten (Aftershow Party!), kann hier nicht zweifelsfrei geklärt werden, hinterlässt aber doch einen etwas bitteren Nachgeschmack. Dennoch ein motivierter Gig, der sich aufs Wesentliche konzentrierte und „nur“ die Flak als Showelement neben den Videoprojektionen aufbot. Die ganz große Magie der frühen Tage mag FEINDFLUG etwas abhanden gekommen sein, doch dafür knallt man mittlerweile mit der Präzision eines Uhrwerks den rhythmischen Instrumental Electro in die aufgepeitschte Menge. [tk]

 

Nach ihrem triumphalen Auftritt auf dem WGT 2007 machte ich mich frohen Mutes auf den Weg nach Köln, um erneut die Gelegenheit zu nutzen, FRONT 242 [ Galerie ] live zu sehen. Am Ende blieben lange Gesichter. Was war passiert? Nach den bisherigen Anfangszeiten war jede Band ca. 20 Minuten vor dem vorgesehenen Ende fertig und so tippte ich bei FRONT 242 auf 20.40 Uhr Beginn und ließ meine Freundin in der Obhut von FEINDFLUG. Also, raus um halb 9 und vor die Bühne und was man dort sah, trieb einem schon Sorgenfalten ins Gesicht. Technische Probleme! Ratlosigkeit und leicht ironisches Grinsen von Patrick und Tim. Dass die Lage sehr ernst war, konnte der letzte FRONT 242-Fan spätestens daran erahnen, dass Mastermind Daniel B missmutig auf die Bühne kam und das Elend selber inspizierte. Hektisch wurden noch Kabel verlegt und obwohl 242 eigentlich um 10 vor 9 anfangen sollten, damit 70 Minuten zur Verfügung gehabt hätten, ging es schlussendlich um 5 nach 9 los. Wie schon in Leipzig mit "Funkahdafi", nur war der Sound weder besonders laut noch gelungen. Auch wenn man den beiden Frontmännern Richard 23 und Jean Luc Engagement nicht absprechen konnte, merkte man ihnen während des Sets deutliche Verärgerung an. Steht doch kaum eine andere Band aus dem Elektrobereich für perfekteren Sound und Abstimmung, die hier nicht geboten werden konnten. Im weiteren Verlauf folgten ebenso wie auf dem WGT "Religion" und eine Phase von Songs, bei der sich Richard und Jean Luc gesangstechnisch abwechselten: "Together", "Commando" und "Happiness", bei dem der Bereich vor der Bühne am toben war.

 

Je mehr die Zeit Richtung 22Uhr vorrückte, desto intensiver das Zusammenspiel zwischen Richard und Patrick an den Synths, hier wurde per Zeichensprache ausgetauscht, wie lange man noch hat und welcher Song noch kommt. Viertel vor 10, "Take One" war grad zu Ende, wieder ein Austausch und man konnte schon für den Bruchteil einer Sekunde die Anfangsbeats von "Im Rhythmus bleiben" vernehmen, um dann kurz und knapp von Richard zu hören: "This is the last Song "Headhunter"", auch er rockte noch mal das Rund und die Band verschwand aus Zeitgründen ohne Zugabe. Dass ihnen dies fürwahr nicht behagte, konnte man daran festmachen, dass Richard wie ein Derwisch über die Bühne rannte und mit wilden Gesten und recht bösem Gesichtsausdruck das Publikum aufforderte, ihre Zugabe einzufordern, was aus ordnungsrechtlichen Gründen nicht stattfand und in einem gellenden Pfeifkonzert endete. Die Erklärung hierfür ist zwar verständlich, aber warum konnte man jetzt nicht Honey ein weiteres Mal nach oben schicken, um die Menge zu beruhigen?

 

So wurde es einfach hell und die Crew verrichtete ihren Dienst. Ein wahrlich nicht gelungener Rahmen für einen Headliner, das hätte nach den vielen schönen Eindrücken des Tages nicht wirklich sein müssen. [ms]

 
 

Sonntag.. [ -Köln, 22. 07. 2007 -]

 
 

Am Sonntagmittag machte die französische Formation KATZENJAMMER KABARETT den Anfang auf der indoor Stage. Die Band zelebriert eine Mischung aus Musik und Kabarett welche sich mit „Avantgarde Cabaret Electronic Death Rock“ beschreiben lässt. Besonders die charismatische Sängerin „Mary Komplikated“, zog die Zuhörer in ihren Bann.
Nun füllte sich die Halle schlagartig, denn als nächster Act wurde EMILIE AUTUMN [ Galerie & Galerie II ] angekündigt! Diese luden sogleich zum Tee Kranz und boten schon in den ersten Minuten des Auftritts eine perfekte Symbiose aus theatralischer Inszenierung, Gothic, elektrischen Klängen und klassischen Elementen. In wundervollen Kostümen bot Emilie eine düstere, makabere aber auch energiegeladene Performance. Hier wurde ein kleiner Teddybär aufgehängt, mit Ratten gespielt sowie im Duett mit einer Spinne getanzt und gesungen. In ballettartigen Bewegungen tippelten die zwei Teedamen elegant über die Bühne und rundeten das Gesamtkunstwerk EMILIE AUTUMN illusorisch perfekt ab. Mit einer elektrischen Geige „bewaffnet“ tänzelte auch Emilie selbst über die Stage und zeigt dabei einmal mehr dass sie eine hervorragende Musikerin ist! Gerade diese Mischung aus musikalischen und optischen Elementen lassen die Band zu einem Hinkucker und Zuhörer werden welche sich wohl immer größerer Beliebtheit erfreuen wird!
FETISCH:MENSCH betrat mit 20min! Verspätung als nächster Act die indoor Bühne. FETISCH:MENSCH, ein neues Bandprojekt um Oswald Henke bewegen sich irgendwo im musikalischem Spannungsfeld zwischen Düsterklängen wie Him und elektronischer Energie á la Juno Reactor. Dass dies viele Anhänger findet, zeigte sich beim Amphi. Zahlreiche Zuhörer fanden sich ein, um den Erzählungen und textlichen Ergüssen von Herrn Henke zu lauschen. [tn]

 

Fröhlich springend und mit allerlei Instrumenten bepackt, betraten die acht Mannen von SALTATIO MORTIS [ Galerie ] die Mainstage. Bei ihnen trifft das Motto „Wir sind geboren, um Spielmann zu sein!“ wahrhaftig zu wie auf kaum eine zweite Band. Bei „Dunkler Engel“ sprang Alea der Bescheidene in Richtung Schlagzeug, ein kurzes Poltern und seine plötzliche Abwesenheit ließ erahnen, dass er sich mal eben spontan langgemacht hatte. Besorgt schauten gleich die anderen Bandmitglieder nach dem Rechten, aber schon nach wenigen Augenblicken stand er wieder senkrecht am Mikro. Vor Lauter Schreck entfiel ihm auch noch der Text und er amüsierte sich köstlich über sein Missgeschick. Die restliche Show lief ohne weitere Verletzte ab und nach den lautstarken „Schweinskram“-Rufen seitens der feiernden Menge wurde dann noch „Licht und Schatten“ als Zugabe oben drauf gepackt, ehe man sich freundlich verabschiedet wurde.
Die Livecrew von HEIMATAERDE [ Galerie ] betrat die Bühne in Kettenhemden und Kreuzrittergewändern. Kurz darauf betrat der Bandgründer Ashlar von Megalon, ebenfalls in Kreuzrittermontur inklusive Schwert und Schild die Stage und die ausgefallene Bühnenshow begann. Es wurden Flaggen geschwenkt und eine Art Abwehrsystem errichtet. Ein besonderes Highlight war der kurze Schwertkampf bei „Lebloser Körper“, nach dem sich Ash mit etwas Blut aus dem Kelch und anschließend blutbesudeltem Gesicht dem Publikum wieder präsentierte. Die Mischung aus harten Electrobeats und mittelalterlichen Klängen verbreitete gute Stimmung und regte den ein oder anderen Zuschauer zum Mittanzen an. Die kleinen Regenschauer ließen die Menge immer mehr unter den aufgebauten Schirmchen zusammenrücken, vermiesten die Stimmung allerdings nicht. [mk]

 

Nach dem beeindruckenden Auftritt auf dem Wacken im letzten Jahr, welcher der Karriere einen enormen Anstoß gab, präsentierte sich die Metalband KRYPTERIA [ Galerie & Galerie II ] auch dem Amphi Publikum. Besonders für die Fans der härteren Klänge dürfte das eine gute Nachricht gewesen sein. Im Gegensatz zu den härteren Gitarrenriffs steht Sängerin Ji-In, die an der Kölner Musikhochschule Gesang und Klavier studiert hat. Diese beeindruckende Stimme präsentierte sie live sehr gekonnt und die Setlist regte einige Metalfans zum fröhlichen Headbangen an. Auch wenn zu Beginn des Auftritts mal wieder das Mikrophon versagte und die ersten Klänge erst nach einigen Sekunden aus den Boxen klangen. Der restliche Auftritt blieb von technischen Aussetzern jedoch weitestgehend verschont. KRYPTERIA präsentierten eine Reihe Songs aus ihrem aktuellen, sehr erfolgreichen Album „Bloodangels Cry“ und den Zuschauern schien dies zu gefallen, denn auch die kleineren, aber regelmäßigen Regenschauer vertrieben sie nicht.
Die authentischen Musiker aus England wurde von einer Menge wartender Fans schon Minuten vor dem Auftritt sehnsüchtig erwartet und man sah in den ersten Reihen jeden zweiten mit einem MESH Shirt oder anderem Bandmerchandising bewaffnet aufgeregt vor der Mainstage scharren. Pünktlich zum Auftritt verzogen sich dann auch die Regenwolken und die Sonne zeigte ihr schönstes Lächeln. Jedoch hatte auch Mark Hockings anfangs Schwierigkeiten mit dem Mikro. Das Problem war ja bereits bekannt und konnte routiniert schnell behoben werden. MESH [ Galerie ] spielten vor allem Songs vom aktuellen Album „We collide“ und animierten die Zuschauer zum mitsingen und mitklatschen. [mk]

 

Bei „Crash“ fielen leider die elektronischen Samples komplett aus und es waren nur noch Gesang und Drums zu hören. Mark sang jedoch weiter, als wäre nichts gewesen und wurde von den Fans dabei tatkräftig unterstützt, so dass die Stimmung dadurch sogar noch mehr angeheizt wurde. Anschließend bekamen die Techniker auch diese technischen Probleme wieder in den Griff und MESH konnten ihren Auftritt standesgemäß mit einer Menge Spaß beenden. [mk]
Über SAMSAS TRAUM [ Galerie ] gibt es ja viele Meinungen. Die einen hassen sie die anderen vergöttern Kaschte und Co! Wie auch immer, beim Amphi fanden sich Hunderte Anhänger der Käfergemeinde vor der Mainstage ein. Ungewöhnlich für einen Festival-Auftritt startete das Setup mit dem ruhigen Song „Tineoidea“. Doch schnell wurde ein Gang höher geschaltet und es folgten die Songs „Einer gegen alle“, „Für immer“ und Endstation Eden“. Herr Kaschte hatte schnell alle Sympathien auf seiner Seite und wurde stürmisch vom Publikum gefeiert! Auch die gelungene Songauswahl sorgte dafür, dass sich immer mehr Zuhörer vor der bereits sehr gut gefüllten Mainstage einfanden. Bei „Stromausfall im Herzspital“ wurde der Textpart dann vom Publikum übernommen welches textsicher jede Strophe lauthals mitsang. Auch hier in Köln konnte man sich auf das verlassen für was Samsas bekannt ist: Fetter Sound, rockige Beats und gefühlvolle Saxophon Klänge! Dies alles macht den typischen frischen Sound von Samsas Traum aus. Kaschte wäre nicht Kaschte wenn er nicht lauthals seinen Unmut über etwas verkünden würde, so beklagte er sich über die frühe und kurze Spielzeit. Meiner Meinung nach hätten SAMSAS TRAUM auch etwas länger spielen können denn nach ca. 40min und dem letzten heftig gefeierten Song „Kugel im Gesicht“ verabschiedeten sich die Jungs vom Kölner Publikum und machten Platz für FRONTLINE ASSEMBLY [ Galerie ]. [tn]

 

Mit Spannung füllte sich das Theater am Sonntag Nachmittag zum wiederholten Male, als auch DOWN BELOW [ Galerie ] endlich die 2nd Stage rocken durften. Zuvor hatten die Jungs bereits eine Autogrammstunde gegeben und waren mit den Fans auf Tuchfühlung gegangen. Nun trugen ein bereits vorhandener Zeitverzug und der etwas länger dauernde Umbau auf der Bühne zur gespannten Erwartung bezüglich DOWN BELOWs Livequalitäten bei. Doch gegen 17:45 Uhr war es endlich soweit. Die Stage, in blaues Scheinwerferlicht getaucht und von Nebelschwaden überzogen,wurde von der Anhaltiner Band geentert, die sogleich mit ihrem Kracher „Sinfony 23“ loslegten. Dicht gefolgt von „From the highest point“. Neo Scope, Carter, Mr. Mahony und Convex hatten sich in ihre blau-schwarzen Bühnenoutfits geschmissen, klassisch und mystisch zugleich. Sänger Neo wirbelte im Gehrock, bestiefelt und mit Stab über die Bühne. Zum Klatschen brauchte er das Publikum nicht zu animieren. Bei dieser Bühnenpower waren alle von allein mit Freuden dabei, auch als die Jungs mit „Down Below“ ein eher nachdenkliches Stück anstimmten. Aber die flotten Kracher überwogen die Show: mitunter „Runaway“, „Heal“, „On my way“ und die aktuelle Single „Private Soul Security“. Und ja, es wurde auch gebangt! Neo, der irgendwann mit nacktem Oberkörper auf der Bühne stand, zur Freude des weiblichen Publikums, widmete diesem den Song „Dark queen“. Mit seinen Blicken, man bedenke die hellen Kontaktlinsen, zog er die Menschen in seinen Bann. Nicht nur mir schien der Auftritt von DOWN BELOW so gut zu gefallen. Das bewies der lange Jubel und Applaus zwischen den einzelnen Liedern. Nach rund 40 Minuten verließ man dann mit „Angel“ die Bühne. Schade, von mir aus hätte die Show den ganzen Abend weitergehen können. [ls]

 

Als nächstes war die Zeit für die Berliner Band UNTOTEN [ Galerie & Galerie II ] gekommen. Los ging es mit „Garten/Vorspiel" und bereits jetzt war das Amphi-Theater gut gefüllt. Auf der Bühne vorzufinden waren, zu David an der Gitarre und Greta mit ihrer bezaubernden Stimme, Bassistin Anke (auch liebevoll Streichholz genannt) sowie 2 nigelnagelneue Tänzerinnen. Die UNTOTEN ließen uns als nächstes „Die Jagd" vernehmen, gefolgt von dem Stück „Raubtieraugen" und „Die Gruft". Sehr hervorzuheben war natürlich wieder Gretas toller weißer bis zum boden reichender Rock, sowie ihre Fußbekleidung, welche nämlich gänzlich fehlte. Und so unterhielt Sie die Menge und regte zum Mitmachen an. Ein weiteres Lied aus dem Album „Die Blutgräfin" erwartete uns, „Koste das Blut". Dann kam ein schon etwas älterer wunderschöner Untoten-Klassiker „Die out by the Sea". Dieser regte einfach nur zum Mitsingen und träumen an, dies gefiel dem Publikum ganz offensichtlich gut. Nach einer kleinen aber lustigen Show-Einlage, ein offensichtlich bereits getragener Männerslip flog zu Greta auf die Bühne, folgten die Stücke "Wach auf" sowie „Hexenfieber", für alle kleinen Hexen wie Greta es so schön formulierte. Als nächstes durften wir einen, uns noch unbekannten Titel vernehmen, „Flammen der Liebe" welcher auf dem kommenden Album „Die Nonnen von Loudun" erscheinen wird ( VÖ ist voraussichtlich der 01.Nov. 2007 ). Natürlich durfte eine ein weiterer Klassiker „Herz der Finsternis" auch hier beim Amphi nicht fehlen. Und somit waren die UNTOTEN für diesen Auftritt schon fast am Ende ihrer Show angekommen und boten uns als Ausklang noch „Der Rabenflug". [ab]

 

Und ich dachte mir noch bei der Autogrammstunde von ZEROMANCER [ Galerie ] „Die Jungs sehen irgendwie nordisch aus!“. Ja, ZEROMANCER kommen aus Norwegen und waren neben ihren Landsmannen von APOPTYGMA BERZERK mit eine der besten Bands auf dem diesjährigen Amphi-Festival, wie ich finde. Sonntag abends rockte die Band die 2nd Stage im Theater. Und das war gefüllt bis in die hintersten Ecken – Ecken muss man bei einen Rundbau wohl relativ sehen. Mit „Need you like a drug“ eröffnete man die rund 45 minütige Show. Sänger Alex sprang mit nacktem Oberkörper fast schon euphorisch über die Bühne und sorgte zusammen mit seinen vier Bandkollegen für kochende Stimmung im Saal. Kracher wie „Clone your lover“, „Stop the noise“ und „Doctor online“ taten ihr übriges. Alles sprang und klatschte. Und mittendrin Seifenblasen, die ruhig durch die Halle gen Bühne schwebten. Alex schien baff von der tollen Atmosphäre, die das Publikum der Band entgegenwarf. „You`re absolutely beautiful! I can`t believe it!” (Ihr seid absolut wunderbar! Ich kann es nicht fassen!“) rief er ins Mikro und im perfekten deutsch fügte er an “Vielen Dank! Wollt ihr noch einen Song?“ Natürlich wollte das Publikum mehr von ZEROMANCER sehen und hören. Im Farbspiel der Bühnenlichter gaben die Jungs noch einmal richtig Volldampf und im Publikum flogen die Haare. Als das Ende dann doch irgendwann nahte, betonte Alex nochmals „I have never seen a crowd like you before! I`m serious!“ (Ich habe niemals zuvor eine solches Publikum wie euch gesehen! Das meine ich ernst!) Durch die Zeitverschiebungen war es uns leider nicht möglich das Set der DREADFUL SHADOWS, was wie sehr bedauern. [ls]

 

Die wohl engagierteste Liveband, SUBWAY TO SALLY [ Galerie ], gab sich wieder einmal die Ehre und spielte auf der Mainstage vor den Headlinern APOPTYGMA BERZERK und musste sich vor diesen ganz und gar nicht verstecken. Die Bühnenshow war wie immer beeindruckend. Eric Fish und seine Mannen zeigten sich gutgelaunt und voller Tatendrang auf der Bühne. Zum ersten Mal auf dem diesjährigen Amphi Festival gab es eine faszinierende Pyroshow. Damit aber noch nicht genug, Eric Fish überraschte mit einer Feuerspuckeinlage und seine Musiker packten die Flammenwerfer aus und heizten dem Publikum sprichwörtlich ein. Zusätzlich gab es auch noch eine Flitterkanone, die sich über den Zuschauern in einer silbernen Wolke verteilte. Bei „Eisblumen“ holte Eric Fish dann zwei Zuschauer zu sich auf die Bühne und sang mit ihnen den Rest des Songs. Anschließend wurden sie nach einem waghalsigen Stagedive vom Publikum wieder nach hinten tragen. Nach Ende der Show ließ das Publikum die Band jedoch nicht gehen und forderte lautstark eine Zugabe, die dann wie üblich mit „Julia und die Räuber“ auch gespielt wurde. Als Abschluss sangen die Zuschauer noch wie von Eric Fish gefordert minutenlang weiter „Blut, Blut, Räuber saufen Blut, Raub und Mord und Überfall sind gut…“ [mk]

 

Einen krönenden Abschluss des diesjährigen Amphi-Festivals im Kölner Tanzbrunnen boten am Sonntag Abend die Norweger von APOPTYGMA BERZERK [ Galerie in kürze ]. Ihre Anwesenheit lockte die Festivalbesucher ein letztes Mal für das Wochenende zur Mainstage. Die Besucher füllten den Platz vor der Bühne in seinen vollen Ausläufen. Tausende fieberten den Headlinern des Festivals entgegen, die nach einem etwas längeren Intro pünktlich um 21 Uhr die Bühne stürmten und mit „Starsign“ loslegten. Während die Fans in den ersten Reihen aufgrund des Platzmangels nur Klatschen und Hüpfen konnten, schwangen andere, die etwas frei beweglicher standen, das Tanzbein. Und spätestens bei „In this together“ war das gesamte Publikum in Bewegung. Geir Bratland hämmerte auf die Synthesizer und Fredrik Brarud drosch sein Schlagzeug. Gitarrist Audun Stengel aka „Angel“ fegte gleichzeitig wie ein Wirbelwind über die Bühne, schüttelte sein langes schwarzes Haupthaar und flirtete mit der ersten Reihe. Sänger Stephan L. Groth – schick mit weißer Krawatte bekleidet – zog natürlich die meisten Blicke auf sich. Während der gut 60-minütigen Show rockten APOP weitere Hits wie „Shine on“ und „Until the end of the world“, die vom Publikum lautstark mitgesungen wurden. Da gab es kein Halten mehr und die Band wurde ausgelassen gefeiert. Beim letzten Song holten sich die Norweger Unterstützung von der MESH, die mit ihnen gemeinsam das Lied „Mourn“ präsentierten. Doch dann war das Konzert leider auch schon vorbei. Die Uhr hatte 10 geschlagen. APOPTYGMA BERZERK verabschiedeten sich von den Festivalbesuchern und verließen die Bühne. Da halfen auch keine Zugabe-Rufe mehr, schade. Aber alles hat einmal ein Ende, so zu unserem bedauern auch das 3. Amphi-Festival in Köln. [ls]

 

Das war das Amphi-Festival 2007! Ein Wochenende lang feierten rund 18.000 Electro- und Gothic-Fans bei schönstem Wetter im Kölner Tanzbrunnen. Für sie rockten 31 Bands auf zwei Festivalbühnen, sowohl indoor als auch outdoor. Da war für jeden Geschmack etwas dabei und das verlangt nach mehr…vergingen die zwei Festivaltage doch einfach wahrlich zu schnell. Etwas schade fanden wir die kurzfristige Absage von BLOOPIT sowie die größeren technischen Probleme bei FRONT 242 und das spontane und wohl auch Gedankenlose abdrehen des Stromes bei der Zugabe von FEINDFLUG. Dinge die im kommenden Jahr hoffentlich vermieden werden können. Hoffen wir also auf eine mindestens genauso erfolgreiche vierte Runde des Amphi-Festivals im nächsten Jahr! [ls]

 
Text: Anika Buss [ab], Karsten Thurau [tk], Lea Sommerhäuser [ls], Maike Kowalle [mk], Michael Specht [ms], Thomas Natterman [tn]
Bilder:
Sandro Griesbach, Thomas Natterman, Claudia Schöne