Label:
 
Beton Kopf Media
 
 
Discographie:
 
Fuckit CD [2009]
Schädling CD [2008]
Body Census CD [2007]
Cannibal Anthem CD [2006]
Evoke CD [2005]
Bone Peeler 2CD [2004]
Wreath Of Barbs CD [2001]
Boesses Junges Fleisch CD [1999]
Embryodead CD [1997]
Bunkertor 7 CD [1995]
Music For A Slaughtering Tribe CD [1993]
 
 
Website
my space
 
Wumpscut --fuckit- --- [Vö: 03.04.2009]
 

Achtung Menschen!!! Es ist wieder so weit, der Frühling erwacht und die dunkle Jahreszeit hat endlich wieder Pause. Genau der richtige Zeitpunkt für Herrn Ratzinger seinen alljährliches Beitrag zur düsteren Unterhaltung auf den Markt zu schleudern.

„FUCKIT“ wo sind die weiblichen Vocals geblieben? Keine Ahnung, wirklich vermissen werden sie wohl nur Wenige. Das Intro „Schlechter Mensch“ handelt fast schon erwartungsgemäß vom finnischen Amokläufer Matti Juhani Saari, der im vergangen Jahr dem guten Rudi außerplanmäßige Publicity einbrachte. In dem verwendeten Sample erinnert eine Nachrichtensprecherin noch einmal an das Geschehene und verwandelt ganz nebenbei Wumpscut kunstvoll in Wampscout. Zum Glück hat der Bub aus Winnenden nur vernünftige Spiele gespielt, die jetzt wieder in Frage gestellt werden. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn der jetzt noch einen guten Musikgeschmack gehabt hätte.

Kommen wir nun zum Wesentlichen, nämlich der genaueren Betrachtung des wieder in unzähligen Varianten erscheinenden Tonträger. Der erste Song „The Boo“, was auch immer das bedeuten mag [ siehe Interview ], fängt bedrohlich schön an, driftet im weiteren Verlauf ein wenig zu sehr in Richtung Suicide Commando, geht aber in Ordnung. Der Titelsong „FUCKIT“ ist noch etwas temporeicher und dürfte sicher Dj´s Liebling werden. Alle Altfans werden sich am extrem düsteren „Autophagy Day“ erfreuen, denn hier zeigt sich wo die Stärken von Ratzinger liegen, bedrohlicher kann kaum einer einen Song arrangieren. Als einer der heißesten Anwärter für volle Tanzflächen gilt meines Erachtens „Pooch“ mit ordentlicher Dynamik kickt „Pooch“ vehement. Natürlich hat mit „Leichenteilchen“ auch wieder ein Instrumental auf dem aktuellen Output seinen Platz gefunden. Zu guter letzt noch eine kurze Info aus einer freien Enzyklopädie, „Gulag“ ist ein Kurzwort aus dem russischen und bezeichnet zum einen die Hauptverwaltung der Besserungsarbeitslager und ist gleichzeitig das Synonym für ein umfassendes Repressionssystem in der Sowjetunion., mit diesem Hintergrundwissen den letzten Song genau hören.

Das Album „Fuckit“ ist wieder ein Ratzinger in reinster Form, provokant, kurzweilig und eben alles andere, nur kein Mainstream. Allein durch das provokante Artwork und die Thematik mit der Rudi sich beschäftigt wird der am 3. April veröffentlichte Spross für ausreichend Gesprächsstoff sorgen.

Rezi: Oliver Loscher

 
Tracklist:
01. Schlechter Mensch
02. The Boo
03. F*ckit
04. Cut to See How Much I Bleed
05. Achtung, Menschen!
06. Autophagy Day
07. Pooch
08. Leichenteilchen
09. Broken
10. Bloodbathing Tub
11. Rumpelkammer
12. Gulag
13. Videotrack