Label:
 
Danse Macabre
 
 
Discographie:
 
Ten Years Before The Dream CD [2009]
Electroshock CD [2005]
Calling for Gods CD [2003]
Trauma CD [2001]
Possession CD [2000]
 
 
Website Band
my space
 
 
Sub-Division - -ten years before the dream- --- [Vö: 09.10.2009]
 

Sub-Division veröffentlichen ein neues Album. Und nicht nur das! Mit diesem Werk feiern sie gleichzeitig ihr zehnjähriges Bestehen! Dazu brennen Dee und ihre Mannen, wie es sich für Industrial-Heroen wie dem Trio aus Toulouse gehört, ein ordentlich knallendes Feuerwerk aus wummernden Beats und fetzenden Gitarren ab, welches festlicher wohl kaum sein könnte.

Die 60 Minuten andauernde Party beginnt dabei zunächst noch mit den ganz harmlosen Klängen einer Spieluhr, die aber schon großes Unheil zu verkünden scheint. Und ganz recht: Im Folgenden reißen Sub-Division ihre Hörer mit hinab in einen Abgrund aus düsteren Welten, welche einen mit nervenzerreißenden Klangeskapaden, aber auch angenehmer Harmonik hin- und herschleudern zwischen mitreißenden Songs, die zum Tanzen animieren und Stücken, die mit bedrohlicher Atmosphäre ein Endzeitszenario heraufzubeschwören scheinen. Abwechslung steht bei den Franzosen dabei natürlich an oberster Stelle. So erklingen bei „Game Over“ verschiedenste Arten von elektronischen Störgeräuschen, die einen zunächst nach dem eigenen Handy blicken lassen, dessen Strahlung durchaus Geräusche ähnlicher Art erzeugen kann. Trotz diverser weiterer Störungen erreicht man aber schließlich dennoch das „Next Level“. Dieses erschreckt durch seine ungehaltene Aggression, die besonders durch die Schreie von Sängerin Dee erzeugt wird, welche die zunächst recht harmonisch wirkende Komposition urplötzlich zerreißen und ins Gegenteil verkehren. Aber auch richtig abrocken können Sub-Division. Somit lassen sie in dem äußerst bösen „The Other Side“ druckvolle rammstein-artige Gitarren erklingen. Lols tiefe und aggressive Stimme rundet den Track, der den Eindruck hinterlässt, als würde man von einem unaufhaltsamen Schlachtzug überrollt, perfekt ab. Generell sorgt der Wechsel von weiblicher sowie männlicher Stimme für angenehme Abwechslung. Ein besonderes vokales Gefecht liefern sich die beiden Vokalartisten beispielsweise in dem spannenden „New Dawn“, in welchem bösartiges männliches und weibliches Gekeife mit friedfertigem weiblichen Gesang ringen.

Sub-Division zeigen mit diesem Album jedem Partymuffel, wie solch ein zehnjähriges Jubiläum angemessen gefeiert wird. Und wer das wilde Schreien, Pulsen sowie die gesamte Serenade zwischen roher Gewalt und tiefen Abgründen menschlicher Emotionen unversehrt überstanden hat, wird im Gegenzug in einen Strudel der Sucht gezogen und sich im Folgenden mit der Frage konfrontiert sehen, wie er diese Scheibe wieder aus seinem CD-Player entfernen soll.

Rezi: Kerstin Tschöpe

 
Tracklist:
01. Intro
02. Love assassin
03. The voice
04. Age of machines
05. Game over
06. Next level
07. The other side
08. New Dawn
09. 8
10. Arise
11. Alone
12. Virtual path
13. Birth