Interview mit der Band Lost Area, Februar 2009 .[ mailer ]
 

Wenn Einer eine Reise tut und obendrein Support für AND ONE war sind wir gefordert mal nach zu fragen. LOST AREA, drei Männer aus Baden-Württemberg machten in den vergangenen Monaten mit ihrem zweiten Studioalbum „Man Machine“ von sich reden und bereisten nun auch den östlichen Teil des Landes. Das es besondere Momente für die Newcomer gab, dürfte jedem klar sein. Im folgenden Interview haben Jan, Markus und Andi sich die Zeit genommen auf diese Zeit und Einiges mehr einzugehen.

 

Jojo: Ihr kamt in den Genuss And One bei drei Gigs zu supporten. Erzählt mal ein bisschen, wie lief es so, wie nahm Euch das And One Publikum an?
Markus: Zu Beginn der Tour war es noch recht schwierig, da wir nicht wussten, wie ein ausschließlich männliches Publikum reagiert, bzw. was solch ein Publikum von uns erwartet. Hinzu kam, dass wir bis zu dem Zeitpunkt erst verhältnismäßig wenige Gigs zusammen hatten in der Bandbesetzung wie LOST AREA jetzt ist. Der Start in Berlin verlief folglich noch etwas auf wackligen Füssen. Wir konnten die Leute trotzallem erreichen und das Konzert mit einem super Applaus beenden. Ab Leipzig ging es bergauf. Wir wussten was auf uns zukommt, konnten dementsprechend unsere Show ausrichten um somit auch uns selber dem Publikum näher bringen. Dresden war für mich der Höhepunkt. Wir wurden förmlich überrascht. Die Stimmung war von Anfang an klasse und steigerte sich von Song zu Song. Man konnte sich für den Abschluss der Tour nichts Schöneres wünschen. Yes!
Andi: Wie man sich denken kann, war es keine einfache Aufgabe für And One den Men’s Night Support zu machen. Wir hatten uns ausschließlich den Männern zu stellen, was ja auch nicht alle Tage, eigentlich nie verkommt. Ich denke, dass wir unsere Sache ganz gut gemacht haben. Das Publikum hat nicht mit Beifall gespart und in vielen Gesprächen nach den Gigs gab es durchweg positive Resonanz. Die anfängliche Nervosität ist schnell gewichen und wir konnten neue Fans für uns gewinnen. Das hat uns sehr gefreut, denn das ist ja auch irgendwo eine Bestätigung dass wir durchaus tolle Shows hingelegt haben. Deshalb ist die Tour in unseren Augen ein voller Erfolg gewesen.
Jan: Es wurde bereits alles gesagt. Es war ein voller Erfolg. Wir hatten viel Spaß mit dem Publikum. Wir als ambitionierte Musiker konnten zudem auch jede Menge dazulernen und werden das Gefühl vor mehreren hundert Leuten zu spielen in uns tragen. Wir wollen doch stark hoffen das noch unzählige Male, dieses Gefühl erleben zu dürfen hinzukommen.

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Jojo: Wie kam es überhaupt zustande, das And One oder vielmehr Steve Naghavi Euch den Zuschlag gab, welche Voraussetzungen habt Ihr, gegenüber anderen Bands erfüllt um als Support in Frage zu kommen?
Jan: Wir haben eine sehr gute Booking Agentur die den Kontakt zustande gebracht hat. Sicherlich war auch ausschlaggebend das wir so unbekannt nun auch wieder nicht sind und wir als Hauptgrund mit unserer Musik und unserer Power überzeugt haben.

Andi: Da musst Du Steve Naghavi fragen. Nein, wir haben den Zuschlag bekommen, weil wir zum einen eine sehr umfassende und durchdachte Internet-Präsenz haben, in die wir viel Zeit und Arbeit investieren. Außerdem konnten wir schon vorher einige Erfolge mit unserem Album „Man Machine“ verbuchen, z. B. Platz 1. bei den GEWC (Anm. der Red.: German Electronic Web Charts). Steve sah in uns eine aufstrebende, aber dennoch unkomplizierte Band, die das Leuchten in den Augen hat und die nötige Leidenschaft für die eigene Musik mitbringt. Das sind die absoluten Grundvoraussetzungen um überhaupt auf sich aufmerksam machen zu können. Das hat überzeugt und so kam es dann.
Markus:
Wer zuerst kommt, malt zuerst. Wir zögern bei Gig Angeboten oder Anfragen nicht lange. Hopp oder Topp. Solange uns der Veranstalter mit Strom versorgt sind wir dabei! Wir sind für jeden Gig dankbar. Ob es nun eine geile Supporttournee ist oder ein gemütlicher Auftritt in einem Club. Wir lassen einfach Nichts anbrennen. Das öffnet uns diverse kleine und auch große Türen.

 

Jojo: Nun habt Ihr ja vor größerem Publikum, in größeren Hallen gespielt. Was ging Euch so durch den Kopf als Euch bewusst wurde das And One Publikum einzustimmen. Habt Ihr an eurer Performence was geändert, eure Setlist angeglichen? Immerhin habt Ihr die Men’s Night, somit ausschließlich männliches Publikum vor der Brust gehabt.
Jan: Wir haben unser Set bei jedem Gig neu gestaltet. Du merkst von Gig zu Gig wo noch Steigerungspotenzial ist, wo noch mehr Saft rein muss. Kein Gig glich dem Anderen; da werden Einige jetzt sicher fluchen. So ist es aber nun mal, wir sind immer für Überraschungen gut und können meistens noch einen Gang höher schalten. Wir haben z.B. gemerkt, das der Song „Man Machine“ ohne Frauen nicht funktioniert (lacht). Es ist ein klassischer Opener mit soviel Emotionen und sanften Klangflächen und einer emotional hohen Steigerung.
Markus: Wie bereits erwähnt, war genau das Ungewisse das Schwierige aber auch das extrem Interessante. Ich meine, nicht zu wissen, wie ein ausschließlich männliches Publikum reagiert. Es ist folglich auch nicht weit her, dass uns da gewisse Gedanken durch den Kopf gingen. Aber wir haben nach jedem Gig Erfahrungen gesammelt und folglich auch jeweils die Setlist angepasst.
Andi: Der erste Gedanke war: Wie jetzt? Das ist ja Wahnsinn! Wir hatten ja überhaupt nicht mit gerechnet den Zuschlag für den Support zu bekommen. Als wir dann alles realisiert hatten, kamen die Überlegungen, wie wir das Publikum überzeugen können. Da wir keinen großen Wert auf irgendwelche Knallbummpeng Effekte oder irrwitzige Verkleidungen legen lag somit der Fokus auf unsere Songs. Es war klar, dass wir unsere Setlist gegenüber anderen Konzerten dem Männerabend entsprechend anpassen müssen. Dazu haben wir unsere ruhigeren Nummern daheim im Studio gelassen. Für „Changes“ haben wir sogar einen extra „Männer-Mix“ gemacht, den es so Nirgends gibt. Wir wollten von Anfang an Druck aufbauen damit die Männer ordentlich was auf die Ohren bekommen und ich denke, es ist uns gelungen.

 

Jojo: Habt Ihr Resonanzen von den And One Fans bekommen, wie fiel das Urteil für Euch als Supportband aus?
Jan: Es war einfach klasse. Viele kamen zu uns und haben nach unserem Konzept gefragt, was wir zukünftig planen, wo man uns in diesem Jahr noch so live erleben kann. Das auch unsere CD Verkäufe so gut liefen war der absolute Wahnsinn und an dieser Stelle mal ein riesen Dankeschön an Alle die uns mit ihren Käufen unterstützt haben!
Andi: Es gibt natürlich immer unterschiedliche Meinungen, aber wir sind sehr von dem positiven Zuspruch überrascht worden. Wir wurden nicht ausgepfiffen, es flogen keine Flaschen und der Raum leerte sich nicht schlagartig. Die Hallen waren ab Einlass voll. Oftmals passiert es ja, dass der Support missachtet wird und die Leute lieber an der Bar oder beim Merchandising stehen. Das haben wir so nicht erlebt und das allein war riesig. In Dresden konnten wir Einige sogar zum mitsingen bewegen. Nach den Konzerten gab es den einen oder anderen Schulterklopfer und Komplimente für den gelungen Auftritt, wofür wir wirklich sehr dankbar sind.
Markus: Wir hatten uns nach den Gigs mit vielen Leuten vom „And One – Publikum“ unterhalten und ich kann nur Positives berichten. Dies zeichnete sich auch durch das große Interesse an unseren CDs ab und auch die Resonanz im Nachhinein bleibt durchweg positiv. Ich möchte mich auch nochmals bei den Leuten bedanken. Ihr habt uns viele tolle Momente beschert. Die Gespräche, die wir führen durften waren supercool. Ohne zu abgehoben zu klingen, aber es sind uns sogar Leute hinterher gereist, die uns unbedingt nochmal sehen wollten. Das ist doch der Hammer, mehr Zuspruch geht nicht. Vielen Dank ihr Verrückten (lacht).

 

Jojo: Lasst uns einen Blick hinter die Kulissen werfen. Wie lief denn so die Zusammenarbeit, das Miteinander mit And One? Wurdet Ihr als Support gut betreut, konntet Ihr Euch mit z.B. Steve Naghavi austauschen?
Jan: Steven und Sven von Massmovement (Anm. d. Red.: Bookingagentur) haben wirklich alles für uns getan, um den Wohlfühlfaktor am obersten Level zu halten. Auch das Miteinander mit And One war klasse. Ganz normale Menschen wie Du und ich.
Andi: Die Betreuung vor Ort war super. Steven Dornbusch, unser Tourmanager, hat sich um alles gekümmert, dafür gesorgt, dass auch die kleinen Dinge vorbereitet waren und wir uns wohl fühlten.
Markus: Also ich muss sagen, die Tage verliefen einwandfrei. Wir verstanden uns sehr gut mit And One. Ich selbst hatte mich zwar nicht all soviel mit Steve unterhalten können, aber das wenige was ich mit ihm gesprochen hatte, war absolut ok. Konzerte bedeuten auch immer viel Stress und Aufregung. Zeitpläne müssen eingehalten. Da bleibt oft nicht viel Zeit für nette Smalltalks. Auch die Betreuung allgemein war hervorragend. Es fehlte uns wirklich an nichts.


Jojo: Wenn Ihr rückblickend diese Tournee mit drei Worten beschreiben müsstet, was fällt Euch dann als Erstes ein? Was hat Euch persönlich beeindruckt? Welche positiven Aspekte konntet Ihr als Band mitnehmen?
Jan: Einfach nur krass. Es war eine andere Liga in der wir spielen durften. Es hat unser Ziel noch weiter bestärkt ebenfalls auf dieses Level zu kommen, um so etwas häufiger erleben zu können. Unser Ehrgeiz und unser Wille noch härter zu arbeiten, unsere persönlichen Grenzen zu erweitern wurde nun erst Recht neu herausgefordert. Eine einzige riesengroße Inspiration.
Andi: Aufregend – Rock’n Roll – zu kurz! Mich persönlich hat unser Auftritt in Berlin beeindruckt. Es war unser erster Gig und wir wussten nicht so wirklich, was uns erwartet und wie das Publikum reagiert. Ein Auftritt vor ausschließlich Männern hat man ja nicht alle Tage. Doch dann verstummt das letzte Lied und Dir schlägt der Applaus von 700 Männern entgegen. Das war einfach unbeschreiblich. Wir als Band konnten neue Erfahrungen sammeln; vor allem für zukünftige Konzerte. Auf solchen Bühnen spielt man schließlich auch nicht alle Tage. Die Tour hat uns als Band untereinander, aber auch mit wichtigen Menschen hinter unseren Kulissen, z. B. unserem Labelchef, Booker und unserem Manager noch enger zusammen geschweißt.
Markus: Es war einfach phantastisch vor so vielen Leuten zu singen. Da gewöhnt man sich nur all zu gerne daran. Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, war die einwandfreie Organisation. Es lief alles sehr professionell ab. Auf jeden Fall konnte man Einiges von And One lernen. Ich meine damit, wie man eine Show aufbaut und präsentiert.

 

Jojo: Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Gab es Dinge die Euch nicht so unbedingt gefielen?
Andi: Was wir schade fanden, war, dass das Konzert in Magdeburg wegen Erkrankung von Steve Naghavi leider abgesagt werden musste.
Markus: Das Einzigste, was nicht so prickelnd war, war die jeweilige Entfernung, die wir für die Gigs hinter uns bringen mussten. Immerhin waren es pro Gig rund 1.600 Kilometer; also 800 hin und diese 800 auch wieder zurück. Aber für solche Bühnen haben wir das sehr gerne in Kauf genommen und würden jederzeit wieder Yes! sagen.
Jan: Ja, die Absage von Magdeburg. Aber sonst eigentlich nix.

 

Jojo: Wie sehen eure weiteren Planungen in diesem Jahr aus? Der Support für And One hat Euch vielleicht noch mehr ins Gerede gebracht, wo kann man Euch Live sehen?
Jan: Als Nächstes haben wir die Ehre bei der Vernissage „Wahre Märchen“ von Annie Bertram im Museum von H.R.Giger in Gruyere/Schweiz spielen zu dürfen. Dann werden wir u.a. auch in Wien sein. Schaut einfach mal auf unserer Homepage und MySpace Seite vorbei: www.lostarea.com und www.myspace.com/lostarea . Lohnt sich immer, da immer wieder News und neue Gigs hinzukommen.

 

Jojo: Wie kann man sich einen Lost Area Gig vorstellen? Arbeitet Ihr mit Bühneneffekten, was erwartet den Besucher der Euch das erste Mal besucht?
Markus: Ich denke, das Besondere an Lost Area liegt darin, dass zwei Sänger die Show schmeißen. Und gerade dies macht Lost Area live zu einem besonderen Genuss. Ich möchte damit sagen, oft sind irgendwelche CD`s super gemixt. Während dann die Songs live kaum noch die Energie enthalten, die man zuvor auf der CD gehört hat. Und genau dies unterscheidet Lost Area. Wir bringen die gleiche Energie auf die Bühne, die auch auf dem Album zuhören ist.
Jan: Wenn nicht sogar noch besser! Ich bin der Meinung, dass wir eine absolute Live-Band sind. Es ist für uns das Größte auf der Bühne zu stehen denn dort entfalten wir uns vollkommen und können unter Beweis stellen, dass wir die Power haben, den Leuten vor der Bühne das Maximum an Energie bieten. Party, Power und der Spaßfaktor sind bei uns immer gegeben!

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Jojo: Ihr habt Euch als Band Arm in Arm von dem Publikum bei der abgelaufenen Tour verabschiedet. Es ist durchaus bekannt, das ihr sehr großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre im Kern des Bandumfeldes legt. Welche Leute, außer Ihr dürfen sich denn zu den Glücklichen zählen, wer ist aktiv hinter den Kulissen oder macht Ihr Alles alleine?
Markus: Bei Lost Area gibt es soviel Arbeit, das könnten wir, die Band niemals alleine bewältigen. Man kann auch nicht Alle aufzählen, die direkt oder indirekt bei Lost Area was bewirken oder mitwirken. Das wäre eine riesige Liste! Wen ich aber nennen möchte, ist Annie Bertram. Sie ist eigentlich fast schon ein viertes Bandmitglied. Sie steckt soviel Arbeit in die visuellen Darstellungen der Band, ohne sie würde in diesem Bereich nur halb soviel laufen oder existieren. Uns wird immer gesagt „Macht Musik, wir machen den Rest“. Das sagt wohl Alles was wir für ein tolles Team hinter uns haben. Trotz allem geschieht Alles in unserem Sinne. Da wird Nichts ohne uns eingetütet; wie in einer harmonisch funktionierenden Familie eben.
Jan: Unsere Annie, die alles Visuelle macht plus Texte. Nossum by Music, unser Management macht einen super Job im Hintergrund, unser Label Thexoomo das fest an uns glaubt und natürlich unsere Booking Agentur Massmovement, die sich für uns richtig reinhängen. Und zu guter Letzt das Radio Hazzard of Darkness, die ganzen Online Magazine und Fans, die uns so stark unterstützen. Auf diesem Wegen: Danke Euch allen für den Hammer-Support!! Ohne Euch wäre das Projekt Lost Area nicht möglich.

Andi: Eine große Stütze ist Annie Bertram. Sie ist quasi unser viertes Mitglied. Sie schreibt für uns auch Texte, kümmert sich um unser Artwork und unsere Fotos/Videos und obendrein noch um Jans Wohlbefinden. Dann haben wir noch unseren Manager, der die Backgroundarbeiten macht und die Fäden zieht, unseren Labelpapa Jörg der an uns glaubt und mit uns bereit ist unsere Vorstellungen umzusetzen. Unsere Liebsten daheim dürfen wir natürlich auch nicht vergessen. Der private Rückhalt ist so wichtig; ohne Dem würde Vieles überhaupt nicht möglich sein. Alles alleine könnten wir gar nicht machen, deswegen sind wir sehr dankbar, dass wir Menschen haben die voll und ganz hinter uns stehen und uns tatkräftig unterstützen.

 

Jojo: Blicken wir mal in die Zukunft: Euer aktuelles Album „Man Machine“ war bzw. ist durchaus erfolgreich angenommen worden. Immerhin habt Ihr es als einzige Newcomerband geschafft bei den GEWC (German Electronic Web Charts) vor diversen Größen sogar den ersten Platz zu erreichen, diverse Magazine und Webradios berichteten über Euch. Ihr plant ein neues Album, eine Fortsetzung von „Man Machine“?
Markus: Das neue Album wird keine Fortsetzung von „Man Machine“ sein. Im Gegenteil. Es wird ein neues Konzept und auch ein neues Klangbild entstehen. Was da alles anders sein wird, möchte ich noch nicht verraten. Jedoch kann man sich so Einiges ausmalen, wenn man weiß, dass die aktuelle Besetzung auch das neue Album kreiert. Also nicht wie bei „Man Machine“, wo die meisten Songs feststanden, bevor überhaupt die neue Bandbesetzung zustande kam.
Andi: Die Arbeiten für das kommende Album laufen auf Hochtouren. Es soll allerdings keine Fortsetzung von „Man Machine“ werden, sondern eine Weiterentwicklung von Lost Area. Es wird sich wieder um ein Konzept Album handeln, aber um was genau es gehen wird, da müsst ihr Euch noch ein wenig gedulden.
Jan: Spannend wird es werden. Vom Thema wie auch vom Sound. Es wird sich ein wenig anders anhören als „Man Machine“. Wir haben uns weiter entwickelt und das wird zu hören sein. Wir haben uns in der Vergangenheit gesteigert, unser künstlerischer Anspruch stieg. Vergleicht man unser Debütalbum „Dare to Dream“ mit unserem aktuellen Werk „Man Machine“ wird man erkennen wie steigerungs-und lernfähig wir sind. Sicherlich haben diese Entwicklungen auch was mit dem Wechsel der Leute innerhalb der Band zu tun; was nicht heißt, das wir in der Vergangenheit unzufrieden waren. Es ist ja oft so, das man irgendwann an seine Grenzen stößt, musikalisch wie auch kreativ. Das ist nur menschlich. Neue Leute, vor allem wenn sie so kreativ sind und voller Energie stecken bringen frischen Wind, neue Inspiration und das kann uns gemeinsam einfach nur noch weiterbringen.

 

Jojo: Eure Musik ist ja durchaus dem Traditionellen des elektronischen Genres zuzuordnen. Ihr vermeidet es mittlerweile mit Samples und Stimmverzerrern zu arbeiten, eure Songs bergen kaum aggressive Elemente in sich. Werdet Ihr Euch zukünftig etwas dem momentanen Trend anpassen oder weiterhin eurer Linie treu bleiben?
Jan: Niemals! Das tun wir uns nicht an. Lost Area ist und bleibt Lost Area. Wir werden unsere musikalischen Wurzeln nicht dafür verlassen nur weil es Trends oder Bewegungen gibt die vorschreiben wollen wie Musik zu klingen hat. Wenn uns dadurch etwas mehr Anerkennung oder Zuspruch verwehrt bleibt, dann soll es so sein. Wir können von uns behaupten echt zu sein und werden den Teufel tun uns und unsere Fans zu veräppeln. Samples wird es trotz allem in einem neuen Song geben um die Stimmung noch nachhaltiger und intensiver zu verdeutlichen. Das ist legitim und hat keineswegs was mit Trendhingabe zu tun.
Markus: Wenn es mal soweit sein sollte, dass wir dem Trend folgen, haben wir unsere Seelen verkauft. Wir werden immer und immer unserer Linie treu bleiben. Wir machen Musik, weil wir Spaß daran haben. Wir möchten die Leute an unseren Ideen, Vorstellungen und Wünsche teilhaben lassen und sie nicht nach Vorgabe der Masse verbiegen und brechen. Wir möchten einfach Musik präsentieren, die den Zuhörern etwas bieten kann. Wir glauben, dass wir unsere Musik durchaus als anspruchsvoll bezeichnen dürfen; zumindest teilweise gegenüber Dem was oftmals z.Zt. in diversen Clubs über Einen hereinbricht.
Andi: Wir werden unserer Linie treu bleiben ohne Wenn und Aber. Es wird natürlich neue Einflüsse geben. Das ist einfach nur ein Zeichen der Weiterentwicklung. Neue Impulse werden natürlich freigesetzt dadurch dass Markus und ich als neue Sänger dabei sind. Markus wird außerdem in der Produktion tätig sein und Jan unter die Arme greifen.

 

Jojo: Genug der Fragen unsererseits, nun habt Ihr das letzte Wort. Eine Message an unsere Leser!
Markus: Ich möchte mich erst einmal für das Lesen des Interviews bedanken. Es würde mich riesig freuen Euch bei einem unsere Konzerte begrüßen zu können. Viele Grüße Markus.
Andi: Danke das ihr das Interview bis zum Schluss gelesen habt und vielen Dank für eure Unterstützung!
Jan: Wir danken Euch dort draußen für euer Interesse an LOST AREA und dafür das Ihr uns mit euren netten Botschaften und tollen Mails die Bestätigung gebt das wir auf dem richtigen Weg sind. Es tut gut zu wissen, das man Leute mit der eigenen Musik berührt und ansprechen kann. Ihr seid ein großer Teil vom Dem was uns unter dem Strich ausmacht. Euer Support setzt in uns soviel Energie frei. Wir sehen uns! More electro meets more emotions!
Jojo: Vielen Dank für das Interview, viel Glück und Erfolg in der Zukunft!

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Interview: Jörg Jobst .[ mailer ]
Homepage: www.lostarea.com