Label:
 
Roadrunner Records
 
 
Discographie:
 
My Fatal Kiss CD [2009]
Bloodangel’s Cry CD [2007]
In Medias Res CD [2005]
Krypteria CD [2003]
 
 
Website Band
my space
 
 
Krypteria- -my fatal kiss- --- [Vö: 28.08.2009]
 

„Nicht weniger als die Erlangung der Weltherrschaft!“ So beschreibt Krypteria-Gitarrist Chris das Langzeitziel, welches seine Band mit ihrem neuen Album My Fatal Kiss anstrebt. Dabei wird in Anbetracht der Tatsache, dass in den letzten Jahren Metalbands mit Frontfrauen an den Mikrofonen an fast allen Ecken und Enden aus dem Boden sprießen, das koreanisch-deutsche Quartett einige Schlachten auf dem Weg zu diesem Ziel zu schlagen haben.

Bereits der Opener „Ignition“ zündet allerdings auch schon mit einem ordentlichen Knall und wird bereits einen Teil der Konkurrenz mit eingezogenen Köpfen die Flucht ergreifen lassen, aber auch bei den folgenden Stücken merkt man Krypteria an, dass sie beim Songwriting näher zusammengewachsen sind und nun in eng geschlossener Schlachtformation antreten. Auch thematisch widmen sich Ji-In und ihre Jungs einem Kampf, allerdings nicht gegen einen greifbaren Gegner, sondern einem Kampf mit den eigenen Dämonen, der inneren Zerrissenheit und der Ambivalenz zwischen Gut und Böse sowie der Suche nach Halt. Dazu passend schlagen Krypteria ihre Schlacht ebenfalls mit unterschiedlichsten Waffen: Nach dem recht harten „My Fatal Kiss“ wird bei „Why“ erstmal die Geschwindigkeitsbremse angezogen und erste balladeske Töne erklingen. Diese wiederum werden nach kurzer Zeit durch rockigere und schließlich sogar bombastische Klänge abgelöst, bevor „Deny“ zunächst mystisch und schließlich brachial alles niederwalzt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und letztendlich mit einem Glockenschlag nur verbrannte Erde hinterlässt. Aber auch eine Pause vom kontinuierlichen Kämpfen gönnt sich die Band mit der melancholischen Ballade „God I Need Someone“. Generell sticht ein äußerst druckvoller Sound in die Ohren, der wohl einen großen Teil der Konkurrenz von denen Beinen fegt.

Zum Schluss gibt es noch ein ganz besonderes Schmankerl für diejenigen, die sich bereits früh mit Krypteria ins Gefecht stürzen. Auf sie warten nämlich die beiden Bonusstücke „Headfirst Into A Sea Of Flames“, welches mit großem Abwechslungsreichtum zu überzeugen weiß, und „Too Late, Game Over & Good Bye“. Bei dieser großartigen Komposition kommt der Hörer sogar in den Genuss eines außergewöhnlichen aber mitreißenden Duetts zwischen Ji-In und Drummer Kuschi. Somit endet das zweite Werk von Krypteria genau so, wie es bereits begonnen hatte: Mit einem Bombenschlag! My Fatal Kiss sollte dem Quartett den Weg an die Spitze auf jeden Fall ein großes Stück frei geräumt haben.

Rezi: Kerstin Tschöpe

 
Tracklist:
01. Ignition
02. My Fatal Kiss
03. Why (Did You Stop The World From Turning)
04. For You I'll Bring The Devil Down
05. Deny
06. The Freak In Me
07. Never Say Die
08. Dying To Love
09. Shoot Me
10. God I Need Someone
11. Now (Start Spreading The Word)
12. Head First Into A Sea Of Flames
13. Too Late, Game Over and Goodbye