Label:
 
E-Noxe Records
 
 
Discographie:
 
Breaking New Ground CD [2009]
Big Sky Horizon CD [2004]
Greyhound Sounds CD [2002]
 
 
Website Band
my space
 
 
Future Trail - -breaking new ground- --- [Vö: 09.10.2009]
 

Fünf lange Jahre musste die Anhängerschar von Future Trail auf neuen elektronisch-poppigen Stoff von ihrem Lieblingskleeblatt der synthetischen Klänge warten. Aber die Geduld hat sich mehr als ausgezahlt. Mit „Breaking New Ground“ ist dem Trio um Sängerin Melanie Güntzschel ein wahres Meisterwerk und eines der bisherigen elektronischen Highlights diesen Jahres gelungen. Die besondere Mischung aus schwelgerischen Electro-Pop-Stücken, nachdenklichen Songs und aggressiven, EBM-lastigen Tracks sorgt auf ganzer Linie für Spannung und lässt zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen.

Auch wenn der Opener „Signals“ mit knapp drei Minuten recht lang ist, besitzt er einen typischen Intro-Charakter, welcher durch die durchgängig recht spärliche Instrumentierung und die über die ganze Länge des Stückes verzerrte Stimme von Melanie erzeugt wird. Danach aber legen Future Trail im Titelsong „Breaking New Ground“ richtig los und treiben mit rhythmischen Klängen zum Tanzen an. Gleichzeitig verbreitet dieses Stück eine überaus friedliche und harmonische Atmosphäre, bevor im folgenden „Panic“ EBM-lastige Beats erklingen, zu welchen Dirk Steyer (Accessory) seinen aggressiven Gesang erhebt, der letztlich wirklich niemanden mehr auf den Stühlen halten sollte. Besonders das Wechselspiel zwischen den dämonischen Klängen der männlichen Stimmbänder und Melanies eher zartem Gesang schafft einen faszinierenden und fesselnden Klangkontrast, der äußerst emotional daher kommt. Aber Future Trail können auch anders: Mit „Player“ ist ihnen eine ergreifende Ballade gelungen, deren Strophen sich durch recht monotone Melodien auszeichnen. In der Mitte des Albums findet sich mit „Pacific“ ein kurzes Instrumentalstück, welches hauptsächlich von Piano-Klängen lebt und völlig ohne jede Elektronik auskommt und das einen in eine andere, friedliche Welt entführen will. Auch Dirk Ivens von Klinik, Dive und Sonar ist mit von der Partie und unterstützte das Trio bei „Landslide“, bei dem er mit seiner Stimme den Background aufpeppt. Den krönenden Abschluss aber stellt das Depeche Mode-Cover „Satellite“ dar, welches durch eine ganz eigene Interpretation im typischen Stile von Future Trail glänzt und somit geschickt verbirgt, wer der eigentliche Urheber dieses Stückes ist.

Das Booklet besticht außerdem mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen und beflügelt damit die Fantasie zusätzlich zu den malerischen Klängen und bewirkt in Kombination mit den atmosphärisch-eindringlichen Songs, dass man schnell weit weg in eine wunderschöne Traumwelt driftet. Mit „Breaking New Ground“ ist Future Trail ein Album gelungen, das sich wunderbar zum Entspannen eignet und einem jeden Freund guter elektronischer Musik das Herz erwärmt. Besonders in der anstehenden kalten Jahreszeit.

Rezi: Kerstin Tschöpe

 
Tracklist:
01. Signals
02. Breaking New Ground
03. Panic (feat. Dirk Steyer)
04. Players
05. Far Beyond
06. Pacific
07. Never Farewell
08. Monochrome Affair
09. One Time Focussed
10. Landslide (feat. Dirk Ivens)
11. Patience
12. Satellite