Feuertanz Festival 2006 [ Burg Abenberg 24.06.2006 ]
 

Bereits zum 6. Mal fand am 24. Juni 2006 das Feuertanzfestival statt! Darkmoments war für euch mit dabei und hat viele Eindrücke dieses wunderbaren Events mitgebracht. Die Voraussetzungen waren viel versprechend: Veranstaltungsort des Feuertanzfestivals war die Burg Abenberg im Landkreis Roth. Die Burg ist eine imposante Wehranlage mit tausendjähriger Geschichte und bietet genau das richtige Ambiente für eine Veranstaltung dieser Art! Auch der Wetterbericht versprach nicht zu viel - schon bei der Anreise verdeckte nicht eine Wolke den blauen Himmel!

 
 

Musikalische Opener waren Punkt 14:00 Uhr die Goth-Rocker Lacrimas Profundere [ Link ]. In gewohnt guter Manier gaben die 6 Jungs aus Waging am Seewie auch schon auf dem diesjährigen Wave Gotik Treffen in Leipzig [ wir berichteten ], eine Mischung aus alten sowie einigen neuen Songs der aktuellen CD „Filthy Notes For Frozen Hearts“ zum Besten. Die Sonne brannte inzwischen gnadenlos in den Burghof und das Thermometer kletterte schnell weit über 30°C. Dennoch fanden sich bereits zahlreiche begeisterte Zuhörer vor der Bühne ein um der Musik der Band zu fröhnen, bekanntlich haben es Opener auf einem Festival ja nicht immer leicht zu überzeugen und das Publikum zu begeistern, dies gelang Lacrimas Profundere hier aber recht gut. Und so wurde die Band, obwohl eigentlich gar nicht so recht ins Set zu passen mit einem Klatschen von der Stage entlassen.

 

Nach dem Opener betraten als zweiter Act die Musiker der Mittelaltermusik-Gruppe Furunkulus [ Link] ebenso pünktlich wie Lacrimas Profundere die Bühne. Beeindruckend war schon der Bühnenaufbau! Mehrere Trommeln waren auf beiden Seiten der Burg-Stage verteilt und in der Mitte stand ein imposanter, riesiger Gong! Zwischen dem ganzen Schlagwerk waren etliche Dudelsäcke, Schellen, Flöten u. Sackpfeifen zu sehen. Nach dem Intro ging es auch gleich richtig zur Sache. Es war genau das, auf was das Publikum gewartet hatte: rhythmusbetonte, eingängige Melodien, unterstützt von einer kraftvollen Bühnenshow! Brachiale Mittelalterpower, im Stile fahrender Spielleute. Sogar in den letzten Reihen erhoben sich die Hände in den blauen Sommerhimmel um gebührend Beifall zu klatschen. So ließ sich die Band nach ihrem regulä'ren Set auch nicht lange bitten, um noch zwei Zugaben zu geben!

 

Die dritte Band des Tages, Xandria [ Link ], sollte es schwer haben die Stimmung noch zu toppen! Dazu kam noch, dass Sängerin Lisa Middelhauve an Heuschnupfen litt. Insgesamt spielten Xandria einen soliden Gig. Zum Besten gaben sie Titel von ihrer neuen Platte „India“, sowie auch einige Stücke älteren Datums. Xandria haben es geschafft aus dem Fahrwasser von Bands wie Nightwish u. Within Temtation zu „schwimmen“ und haben einen eigenen Stil entwickelt!

 

Nun wurde schnell für den nächsten Act umgebaut. Die Freiwillige Feuerwehr kühlte unterdessen die erhitzte Menschenmenge mit kaltem Wasser aus dem Feuerwehrschlauch was mit lautem Beifall begrüßt wurde! Die Musiker der Band Letzte Instanz [ Link] betraten nun gut gelaunt die Bühne. Sicher ein musikalisches Highlight des Festivals. Lyrische deutsche Texte treffen auf klassische Streicher Arrangements und Rockmusik am Puls der Zeit. Diese Mischung ist die Grundlage für unbegrenzte musikalische Möglichkeiten, welche die Musiker perfekt ausnutzen. Gleich zu Beginn wurden Hits wie „Sonne“ vom neuen Album gespielt, wofür das Publikum sich mit lautem Beifall bedankte.  Trotz der immer noch schier unerträglichen Hitze wurde auch in den letzten Reihen der Zuschauer heftig getanzt!  „Medusa“, „Das schönste Lied der Welt“ und „Das Stimmlein“ reihten sich in das „Best of“ Programm ein! Leider gab es keine Zugaben, auch wenn dies vom Publikum gefordert wurde.

 

Als 5 Band betrat nun Schelmish [ Link ] die Bühne. Die 99 in Bonn gegründete Band findet ihre Wurzeln in Irland. Das Publikum erwartete ein facettenreiches Repertoire an instrumentalen, sowie eigenen Gesangsstücken. Durch die neuerdings vermehrt zum Einsatz kommende elektrische Gitarre kommt noch ein gute Portion Rock in Titel wie „PANK!“ , Weiße Fesseln“ u. „Marionette“. Mit spaßigen Anekdoten und Einlagen, die über Liebe, Leid und Leidenschaft erzählen, hatten sie sofort das Publikum auf ihrer Seite. Innovativ und experimentierfreudig kombinierten sie traditionelle Klänge mit Bass, E-Gitarre und Synthesizer-Elementen und man merkte, dass sie Spaß hatten, auf der Bühne zu stehen. Mit Titeln wie: „Caput Draconis“, „Pantoletta“, „Galapagos“, „Der Letzte Kuss“, „Lascivus“, „Mente Capti“ und „Tanz mit mir“, wurde das Publikum zu wilden Tanzeinlagen verführt! Nach der Zugabe des Covers „Ring of fire“ verließen Schelmisch unter tobendem Beifall die Bühne!

 
 

So langsam näherte es sich auf der Uhr der 22:00 Uhr-Marke und es wurde Zeit für den Headliner beim diesjährigen Feuertanz Festival, In Extremo [ Link ]. Die Bühne wurde aufwändig als ein Art Schiff dekoriert und die Pyroeffekte wurden „scharf“ geschalten. Die „glorreichen sieben“ betraten in der Abenddämmerung die Bühne und die Show aus mitreißendem Mittelalter-Rock, Licht und Feuer konnte beginnen. Schon beim ersten Lied „Raue See“ sprang der Funke von der Band zum Publikum über! Sänger Michael Rhein alias “Das letzte Einhorn“ hatte das Steuerrad fest im Griff u. steuerte mit seinen Mannen durch eine einzigartige Setlist! Mit einer imposanten Bühnenshow konnten In Extremo auch showmäßig voll überzeugen! Lauthals wurden fast alle Lieder vom Publikum mitgesungen. Und noch lange hallte von der Burg Abenberg der „Spielmannsfluch“ in die tieder und die Stille der fränkischen Nacht…

 

Alles in Allem hat es das Concertbüro Franken wieder geschafft, ein exzellentes Festival mit einem exquisiten Line-up auf die Beine zu stellen - und perfekt organisiert obendrein. So freut man sich schon wieder auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

 
Text und Bilder: Thomas Nattermann zu den Bild-Galerien von diesem Event gelangt ihr [ hier ]