Amduscia & Combichrist Frankfurt(M) 03.03. 2005
Donnerstag, der 03.03.05, ein lang ersehnter Tag ist endlich da. Das erste Amduscia Konzert und ein wiedersehen mit meinen 3 mexikansichen Freunden seit knapp einem Jahr, das kribbeln in den Knochen konnte ich kaum noch beherschen und nun war es endlich so weit. Das eintreffen am Veranstaltungsort war allerdings sehr ernüchternd, da kaum eine Menschenseele zu sehen war. Was sich aber im Laufe des Abends noch ändern sollte. Also, erstmal den Laden stürmen und alte Bekannte sowie neue Freunde begrüßen. Die Zeit reichte kaum für ein Bier und schon ging es auch megapünktlich um 22.00 Uhr los. Leider gab es zu meinem bedauern keine Bühnendeko, welche die inhaltlichen Themen der Band gerecht werden könnte, aber bei der Bühnengröße im Frankfurter Nachtleben ist dies wohl auch kaum möglich. Den Start machte der etwas langsamere Track "Corpses Symphony". Trotz des etwas ruhigerem Tempos fingen einige Leute an zu tanzen und auch bei mir zeigte sich etwas Bewegung. Leider litt der Klang etwas und so konnte man Frontmann Edgar kaum verstehen. Woran das lag, konnte ich auch im nachhinein nicht in Erfahrung bringen, aber es tat der Stimmung leider sichtlichen Abbruch. Nichts desto trotz machten die Jungs weiter und brachten all ihre großen Clubkracher zu Gehör.

Mitlerweile war die Menge auf knapp 200 Leute angestiegen, so das doch noch etwas mehr Stimmung aufkam. Leider war der Auftritt mit 30 Minuten viel zu kurz bemessen und Amduscia verließen die Bühne. Das der größte Teil der gekommenen Gäste auf Combichrist wartete war nicht zu übersehen und so hatte ich die Möglichkeit mich mit meinen Jungs etwas zurück zu ziehen.Nur kurz dauerte die Umbaupause, dann enterden der Headliner dieses Abends, Combichrist die Bühne. Nach einem kurzen Intro, eingespielt von Björn Petersen am Laptop und Effekts, erklangen die ersten Töne von „This S*it Will Fuck You Up“. Durch den aggressiven Gesang von Andy LaPlegua, wie gewohnt mit blutverschmiertem Kiefer,

kommt der Opener des neuen Albums „Everyboy Hates You“ sehr viel härter rüber. Von Beginn an suchte Andy Kontakt mit dem tanzenden Publikum und fegte über die Bühne. In einem kurzweiligen Konzert gaben Combichrist ohne Unterlass Gas und sorgten für ordentlich Bewegung im Frankfurter Nachtleben, das auf ca. 250 Gästen zu diesem Zeitpunkt sehr ordentlich gefüllt war. Nach Songs wie „Blut Royale“, einem absoluten Clubkracher, „Like To Thank My Buddies“, „Feed Your Anger“ und „Sex, Drogen & Industrial“, verließen Andy und Björn kurz die Bühne, um für drei Zugaben auf selbige zurückzukehren. Selbstver- ständlich durfte dann natürlich auch „Vater Unser“ vom Combichrist Debütalbum „The Joy Of Gunz“ nicht fehlen. Nach gut 70 Minuten extrem harten Beats wurden die Gäste entweder in die kalte Nacht entlassen oder hatten die Möglichkeit unter Dj MSTH noch bis in ide morgen Stunden ihr Tanzbein zu schwingen. Ein toller Tourstart für die 3 Mexikaner also auch Andy LaPlegua mit seinem Projekt Combichrist, die es sich nach dem Konzert nicht nehmen ließen, am Merchandise Stand fleißig Autogramme zu geben und ein wenig Smalltalk mit ihren Fans zu halten. Für alle Fotofreunde wird es in kürze hier noch ein paar spontan an diesem Abend geschossene Promobilder mit Amduscia im U-Bahnhof Konstablerwache geben.

Text: Karsten & Volker aaaBilder: Sandro Griesbach